Ausstellungen der Wienbibliothek

Donau, so blau. 150 Jahre "An der schönen, blauen Donau" von Johann Strauss

Scherenschnitt Johann Strauß-Denkmal

Vor nunmehr 150 Jahren wurde eines der weltweit meistgespielten Musikwerke aus der Taufe gehoben: der "Donauwalzer", genauer gesagt die Walzerpartie "An der schönen, blauen Donau", op. 314, von Johann Strauss (Sohn). Diesem war 1863 der Titel "k. k. Hofball-Musikdirektor" verliehen worden. Ab 1867 setzte er zu einem bis dahin ungekannten künstlerischen Höhenflug an. Es entstanden Meisterwerke wie "An der schönen blauen Donau".

Die wahren Hintergründe der Entstehung und Verbreitung des "Donauwalzers", seine ungebrochene, in einer geradezu singulären Stellung gipfelnde Wirkung bis heute sind die Themen der Ausstellung. Zu sehen von 7. Dezember 2016 bis 12. Mai 2017 im Ausstellungskabinett der Wienbibliothek.

Ausstellung "Donau, so blau. 150 Jahre 'An der schönen, blauen Donau' von Johann Strauss".


Der Komponist Max Brand

aelterer Max Brand vor seinem Synthesizer

Als Zeitgenosse von Arnold Schönberg und Kurt Weill war Max Brand (1896 bis 1980) eine Figur zwischen Spätromantik, Futurismus und anbrechendem Elektronikzeitalter. Der Kulturbruch durch den Nationalsozialismus, vor dem er 1937 aus Wien floh und schließlich in Rio de Janeiro landete, setzte einer viel versprechenden Karriere als Opernkomponist ein Ende.

1940 siedelte er sich in New York an. Dort ging er seinen Visionen einer elektronischen Musikmaschine für die Bühne nach und das Moogtonium entstand. Von 20. Mai 2016 bis 24. Februar 2017 zu sehen in der Musiksammlung der Wienbibliothek.

Ausstellung "Der Komponist Max Brand"


Man lebt nur in Russland! Johann Strauss in Pawlowsk

Titelblatt eines Musikdrucks: Schrift rund um zwei Portraits der Komponisten, grau-blauer Untergrund

Wussten Sie, dass Johann Strauss (Sohn) elf Jahre hindurch jeweils fünf Monate lang in Russland engagiert war? Dass er der erste Tschaikowsky-Dirigent war? Dass seine Polka "Im Krapfenwald'l" ursprünglich "Im Pawlowsker Walde" hieß? 1856 fährt Strauss das erste Mal nach Russland, und sein Einstand in Pawlowsk verläuft mit allen Anzeichen einer Sensation. Der Erfolg bleibt ihm auch während der folgenden Saisonen treu. Strauss ist der Liebling des Publikums, insbesondere des weiblichen. Sowohl für die seriöse Musikkritik als auch für die Klatschspalten ist sein Wirken ein schier unerschöpfliches Thema. Man fährt seinetwegen nach Pawlowsk, nicht mehr wie früher in erster Linie wegen des Essens.

Strauss und Russland stehen im Mittelpunkt der Ausstellung der Musiksammlung. Zu sehen von 9. März bis 27. Oktober 2017 in den Loos-Räumen in der Bartensteingasse.

Ausstellung "Man lebt nur in Russland! Johann Strauss in Pawlowsk"


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