Wien als internationale Metropole - Stadtgeschichte Wiens

Blick auf das Gebäude der UNO-City, davor die U-Bahn-Trasse (2001)

UNO-City am Nordufer der Donau

Bereits in den 1950er-Jahren war es zur Niederlassung internationaler Organisationen in Wien gekommen. So wurde die 1957 gegründete Internationale Atomenergiekommission (IAEO) in der Wiener UNO-City angesiedelt. Die Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC), die für 40 Prozent der weltweiten Erdölproduktion verantwortlich ist, hat seit 1965 ihren Sitz in Wien. Die 1966 gegründete Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) ist ebenfalls hier beheimatet. Die UNO-City entstand in den 1970er-Jahren am nördlichen Donauufer. Mit ihrer Eröffnung im Jahr 1979 und der des Internationalen Konferenzzentrums wurde Wien nach New York und Genf zur dritten UNO-Stadt.

Europäische Union

Mit diesen Entwicklungen zeigt sich die wiederkehrende Bedeutung Wiens als internationales Zentrum. Durch ihre Lage im Herzen Europas nahm die Stadt eine besondere Stellung ein. Die zur Zeit des "Eisernen Vorhangs" stets gegebene Funktion der Stadt als Brücke aus dem Westen in die kommunistischen Länder Osteuropas hat sich seit 1989 gewandelt. Als mitteleuropäische Metropole muss sich Wien nun im Wettstreit mit starken Konkurrenten wie Prag oder Budapest behaupten. Andererseits hat sich seit 1994/95 mit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union ein neues Tor geöffnet. Wien hat sich dadurch in die anfangs wirtschaftliche, zunehmend politische Gemeinschaft Europas eingegliedert.

Aufbruch ins 21. Jahrhundert

Mit der Internationalisierung wird Wien vor neue Herausforderungen im internationalen Wettbewerb gestellt. Die Stadt erhält einen neuen Hauptbahnhof, der als Durchgangsbahnhof die Stellung Wiens als moderne Verkehrsdrehscheibe in Zentraleuropa festigt. Im Umfeld des Hauptbahnhofs entsteht ein neuer Stadtteil mit Büros und Wohnquartieren. Auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern wird ebenfalls ein neuer Stadtteil entwickelt. Gleichzeitig wird durch Revitalisierungsmaßnahmen alte Bausubstanz wie etwa bei den Wiener Gasometern umgestaltet. Trotz dieser städtebaulichen Maßnahmen bleibt Wien eine grüne Stadt. In der Stadtentwicklung wird auf Parkanlagen und Erholungsgebiete besondere Rücksicht genommen. Durch gezielte Förderungen wird das wirtschaftliche und wissenschaftliche Profil der Stadt gestärkt, da die Entwicklung von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft ungebrochen anhält. Diese Bemühungen sollen sicherstellen, dass Wien auch in Zukunft eine lebenswerte Stadt bleibt.

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