"Alltag heute zwischen Individualisierung und Singularisierung"

Wiener Vorlesung am 22. Juni 2017

Thomas Macho:

Wie ist es möglich, in einem Zeitalter des verordneten Individualismus als Individuum zu überleben? Und wie kann Individualität gelebt werden, ohne in Einsamkeit und Isolation umzuschlagen?

Brigitta Schmidt-Lauber:

Als Ausdruck sozialer Wirklichkeit, gelebter Alltagspraxis und gesellschaftlichen Ideologems markiert Individualität ein Spannungsfeld zwischen Möglichkeiten der eigenen Lebensgestaltung und gesellschaftlichen Anforderungen einer Zeit. Sie ist umstrittener Referenzpunkt kulturkritischer Zeitdiagnosen: Individualität wird ebenso überhöht wie verteufelt und dabei in Bezug zum nicht minder ambivalenten Konstrukt 'Gemeinschaft' gesetzt.

Hubert Christian Ehalt:

Die aktuelle Individualität ist janusköpfig: Auf der einen Seite zeigt sich das Bild eigenständig agierender und schillernder Persönlichkeiten; die Kehrseite der Individualität ist eine nicht selten bedrückende Singularität der Akteurinnen und Akteure.

Veranstaltungsdetails

Hinweis

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Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Porträtaufnahme von Thomas Macho

Univ.-Prof. Dr. Thomas Macho

Porträtaufnahme von Brigitta Schmidt-Lauber

Univ.-Prof.in Dr.in Brigitta Schmidt-Lauber

Porträtaufnahme von Hubert Christian Ehalt

Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt

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