"Ein Spannungsfeld in Bewegung: Gemeinschaft und Individualität" - Zum 80. Todestag von Alfred Adler

Wiener Vorlesung am 17. Februar 2017

Alfred Adler:

Es wird jedem einleuchten, daß jede Verstärkung des Strebens nach persönlicher Macht der Entfaltung des Gemeinschaftsgefühls Abbruch tut. ... Und da ein wahres Glück untrennbar verbunden ist mit dem Gefühl des Gebens, so ist es klar, daß der Mitmensch dem Glück viel näher steht als der isoliert nach Überlegenheit strebende Mensch.

Alfred Adler (7. Februar 1870 Wien bis 28. Mai 1937 Aberdeen, Schottland) war Arzt und Psychotherapeut jüdischer Herkunft, studierte an der Universität Wien Medizin und promovierte 1895. In seiner 1907 publizierten Studie über die Minderwertigkeit von Organen legte Adler seinen eigenen Standpunkt und seine neuen Ideen dar und begründete damit die Schule der Individualpsychologie.

Die Grundzüge seiner Lehre formulierte er in seinem theoretischen Hauptwerk "Über den nervösen Charakter" (1912). Adler wollte eine lebensnahe Psychologie schaffen, die dem Menschen ermöglicht, seine Mitmenschen aus deren jeweils individuellen Lebensgeschichte heraus zu verstehen. Seine ab 1920 bewusst in schlichtem Stil gehaltenen Bücher und seine Vorträge sollten seine Psychologie jedermann zugänglich und zum Allgemeingut machen.

Von 1926 an besuchte Adler regelmäßig die USA, wo seine optimistische Lehre vom Menschen als sozialem Wesen außerordentliche Popularität erlangte. 1934 übersiedelte er angesichts der bedrohlichen Umstände in Europa in die USA, unternahm aber dennoch zahlreiche Vortragsreisen nach Europa. Auf einer dieser Vortragsreisen verstarb er in Aberdeen, Schottland. 2011 wurde die Urne Alfred Adlers nach Wien überbracht und in einem Ehrengrab der Stadt Wien am Zentralfriedhof beigesetzt.

Veranstaltungsdetails

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Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Foto von Margot Matschiner-Zollner

Mag.a Margot Matschiner-Zollner

Foto von Almuth Bruder-Bezzel

Dr.in Dipl.-Psych.in Almuth Bruder-Bezzel

Porträtaufnahme von Thomas Macho

Univ. Prof. Dr. Thomas Macho

Porträtaufnahme von Hubert Christian Ehalt

Univ. Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt

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