Wiener Wissen in Kunst, Kultur und Alltag. Gemeinsames? Besonderes?

Wiener Vorlesung vom 7. November 2016

Eva Blimlinger:

Wer ist denn der Wiener oder die Wienerin, der oder die das Wissen haben, das Wissen sammeln, das Wissen weitergeben. Er oder sie ist ein wenig wie die Wiener Küche, italienische Einflüsse, jene aus Ungarn, Böhmen und Mähren, da und dort aus Bayern und manche sogar aus Frankreich.

Daniela Strigl:

Die Wiener literarische Tradition, das bedeutet seit dem Barock Lust an der Tirade und am Sprachspiel, aber auch das plebejische Wissen um die Widerstandskraft und Provokationsmacht der Dichtung - vom Volkstheater über die Wiener Gruppe bis zu den Texten des Neuen Wienerliedes.

Hubert Christian Ehalt:

Wien war Haupt- und Residenzstadt. Nicht die 'Pfeffersäcke', erfolgreiche Wirtschaftstreibende, sondern fürstliche Mandarine bestimmten die Stadt. Die internationalen besten KünstlerInnen wurden zum 'Divertissement' der so genannten ersten und zweiten Gesellschaft verpflichtet. Die Untertanen entwickelten bisweilen einen widerständigen Humor, um eine Balance zwischen 'oben' und 'unten' herzustellen ...
Mit Wien sind viele Mythen, Geschichten, Erzählungen - die Sozial- und Kulturforschung sagt "Narrative" - verbunden. Zu fragen ist, ob es "das Wienerische" auch in der sozialen Wirklichkeit gibt, worin es besteht, wie groß sein Wahrheitsgehalt ist. Diese Frage wird im Rahmen der Veranstaltung diskutiert.

Veranstaltungsdetails

Im Gespräch

Frau vor einer Steinmauer

Daniela Strigl

Eva Blimlinger

Eva Blimlinger

Hubert Christian Ehalt

Moderator Hubert Christian Ehalt


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Kulturabteilung der Stadt Wien, Wiener Vorlesungen (Magistratsabteilung 7)
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