"'Kollektiver Freizeitpark' oder 'Burn-out-Gesellschaft'? - Zum Stellenwert von Freizeit und Arbeit in der postindustriellen Gesellschaft

Wiener Vorlesung am 22. Jänner 2016

Andreas Wirsching:

Als Bundeskanzler Helmut Kohl 1993 davor warnte, eine Nation 'mit Zukunft' lasse 'sich nicht als kollektiver Freizeitpark organisieren', erntete er nicht nur Zustimmung, sondern auch helle Empörung. Denn auf der anderen Seite des Extrems steht der Burn-out als ständige Bedrohung der durch ein Übermaß an Arbeit bedrohten Leistungsgesellschaft.
Der Vortrag analysiert den inneren Zusammenhang beider Extreme durch eine zeithistorische Betrachtung. Er zeigt die Entwicklungen der 'post-industriellen Gesellschaft' auf, indem er auf drei Problemkomplexe hinweist: der Wandel der Arbeitswelt und der (männlichen) Erwerbsbiographien seit den 1970er-Jahren, die Expansion des Freizeitsektors und ihre kulturellen Folgen sowie die Tendenzen zu einer neuen Spaltung der Gesellschaft.

Veranstaltungsdetails

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien im Rahmen der Tagung "Ein ungleiches Paar - Arbeit und Freizeit in Industriegesellschaften des 19. und 20. Jahrhunderts" (21. bis 23. Jänner 2016, Universität Wien)

Teilnehmer

IfZ - Gabor Ferencz

Andreas Wirsching

Hubert Christian Ehalt

Hubert Christian Ehalt

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Kulturabteilung der Stadt Wien, Wiener Vorlesungen (Magistratsabteilung 7)
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