"Flüchtlingsströme nach und durch Europa: Eine zentraleuropäische Perspektive"

Wiener Vorlesung am 27. Jänner 2016

Anton Pelinka:

Europa ist nicht überfordert, objektiv: Die Europäische Union, in der einige der reichsten Staaten der Welt miteinander verbunden sind und in der über eine halbe Milliarde Menschen leben, ist durch eine Zuwanderung von einigen Millionen Flüchtlingen nicht überfordert.
Europa ist überfordert, subjektiv: Viele in den Mitgliedstaaten sind nicht bereit, eine solidarische Politik zu unterstützen. Eine oft völlig irreale Angst verbindet das Thema Flüchtlinge mit dem Thema Terrorismus und islamistischer Gewalt.
Was Europa braucht, das ist eine Kombination von nüchterner Planung und vertiefter Solidarität. Die Union muss, um die Offenheit der Binnengrenzen zu sichern - eine der großen Errungenschaften -, die Außengrenzen sichern.
Und dafür ist es notwendig, Kompetenzen von den Mitgliedstaaten in Richtung Union zu verschieben.
Europa kann an dieser Herausforderung nicht scheitern. Europa kann nur an sich selbst scheitern.

Veranstaltungsdetails

Teilnehmer

Anton Pelinka

Anton Pelinka

Heinz Fassmann

Heinz Fassmann


Hubert Christian Ehalt

Hubert Christian Ehalt

Verantwortlich für diese Seite:
Kulturabteilung der Stadt Wien, Wiener Vorlesungen (Magistratsabteilung 7)
Kontaktformular