"Umgang mit dem Tod: Verdrängen - oder auseinandersetzen?"

Wiener Vorlesung vom 2. April 2014

Hubert Christian Ehalt:

Der Tod wurde zeitlich hinausgeschoben. Für ein längeres, in vielen Fällen gutes Leben wurden Jahre hinzugewonnen. Waren die Menschen früher mit 60 Jahren alt und verbraucht, so sind sie in diesem Alter heute sehr oft noch unternehmungslustig, intellektuell rege, aktiv und sportlich. Die Domestizierung und Bannung der Krankheiten und die Vielzahl von Möglichkeiten, das irdische Leben interessant, befriedigend und genussreich zu gestalten, lassen den Menschen das Leben in einem immer freundlicheren Licht erscheinen - es bietet Zeit, Ort und Handlung, Gutes und Schönes zu erleben. In einer Welt, in der Action, Event und Leistung Takt und Ton angeben, fehlt der Raum, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Trotz seiner ubiquitären Präsenz in den Medien wird er verdrängt und tabuisiert.

Woody Allen:

Natürlich gibt es eine jenseitige Welt. Die Frage ist nur: Wie weit ist sie von der Innenstadt entfernt, und wie lange hat sie offen?

Veranstaltungsdetails

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Ein Koffer für die letzte Reise. Einmal Jenseits und zurück" (29. März bis 26. April 2014) des Vereins "Team Perspektiven-Mit Freude leben"

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Frau mit grünem Kopftuch

Carla Amina Baghajati

Mann mit Brillen in Anzug mit Krawatte

Michael Bünker

Mann mit Kippa, Brille und Vollbart spricht in Mikrofon

Paul Chaim Eisenberg


Mann mit weißen Haaren, Brille in der Hand, in kariertem, hellem Sakko

Nilesh Nathwani

Mann mit randloser Brille in dunklem Anzug, Krawatte und weißem Hemd

Johann Pock

Mann mit Bart, in dunkelblaum Anzug, Holzperlenkette am Handgelenk

Gerhard Weißgrab


Mann mit längeren Haaren und Bart, mit buntem Schal und schwarzem Sakko

Moderator Hubert Christian Ehalt

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