"Die Stadt sind wir! Positionen eines kollaborativen Urbanismus"

Wiener Vorlesung vom 27. Oktober 2014

Angelika Fitz:

Baugruppen, Food Coops und Zwischennutzungen: Immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner ergreifen die Initiative und werden Teil des Machens von Stadt. Selbstorganisierte Nahversorgerinnen und Nahversorger entdecken dort Lücken, wo es angeblich keinen Markt gibt. Bildungsexperimente rütteln an Wissenshierarchien. Crowd-Sourcing-Modelle verbinden Individualisierung und Vernetzung. Vor dem Hintergrund einer zunehmend als neoliberal erlebten Stadt definieren solche Projekte die Beziehung zwischen Wert, Profit und Gemeinwohl neu und laden andere Bürgerinnen und Bürger ein, es ihnen gleich zu tun.
Wer sind diese Akteurinnen und Akteure, wieso beginnen sie zu handeln und was für ein Wir konstruieren sie? Und können sie mit ihren punktuellen Initiativen wirklich zur Lösung der aktuellen ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen beitragen? Der Vortrag argumentiert, dass die transformative Kraft solcher Projekte nicht allein im Faktischen liegt. Versteht man sie als performative Praktiken, so produzieren sie einen differentiellen Raum, der jenseits von Planungsrationalität und Verwertungslogik liegt. Wie aber kann und soll eine innovative Stadtplanungspolitik darauf reagieren?

Veranstaltungsdetails

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Dunkel gelockte Frau mit schwarzem Obergewand

Angelika Fitz

Frau mit rötlichen Haaren, Sonnenbrille, weißer Bluse, dunklem Oberteil

Elke Krasny

Mann mit rot-schwarzer Brille und grünem Schal spricht ins Mikrofon

Moderator Hubert Christian Ehalt

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