"50-Jahr-Jubiläum der Internationalen Tagung der HistorikerInnen der Arbeiter- und anderer sozialer Bewegungen (ITH)"

Wiener Vorlesung vom 22. April 2014

Die ITH ist ein internationales Netzwerk von Forschungsinstitutionen sowie Historikerinnen und Historikern, die sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte der Arbeit und sozialer Bewegungen befassen. Gegenwärtig hat sie rund 100 Mitglieder aus fünf Kontinenten. Die ITH ist 1964 in Wien als "Internationale Tagung der Historiker der Arbeiterbewegung/International Conference of Labour Historians" gegründet worden. Sie fungierte ursprünglich als Plattform des Dialogs zwischen den "westlichen" und "östlichen" Wissenschaftsgemeinschaften von Arbeiterhistorikerinnen und Arbeiterhistorikern.

Seit dem Ende des bipolaren Weltsystems ist die Brückenfunktion, die die ITH historisch zwischen den Arbeiterhistoriografien in "Ost" und "West" ausgeübt hat, obsolet. Die ITH hat sich als Forum für einen internationalen Wissenschaftsaustausch auf dem Gebiet der Arbeitergeschichte als Teil der Sozialgeschichte neu definiert. In den ersten Jahren nach dem Jahrtausendwechsel hat sie ihre Kommunikationsachse reorientiert. Ihre Brückenfunktion sollte durch einen "Nord"-"Süd"-Wissenschaftsdialog erneuert werden, der die Impulse der neu entstehenden Arbeitergeschichte des "Südens" aufnimmt und damit auch die Geschichtsschreibung in Europa und Nordamerika bereichert und erneuert.

Veranstaltungsdetails

Eine Veranstaltung der ITH - Internationale Tagung der HistorikerInnen der Arbeiter- und anderer sozialer Bewegungen in Kooperation mit den Wiener Vorlesungen

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Frau mit blonden Haaren und grünem Oberteil im Gespräch

Susan Zimmermann

Mann mit Brillen und Schnurrbart

Marcel van der Linden

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Kulturabteilung der Stadt Wien, Wiener Vorlesungen (Magistratsabteilung 7)
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