Autorinnen feiern Autorinnen

Aufgrund der aktuellen Ereignisse wird die Festrede am 3. November 2020 abgesagt. Es wird auch kein Live-Streaming stattfinden. Die Veranstaltung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

  • Festrede von Bettina Balàka über Eugenie Schwarzwald
  • Termin: Dienstag, 3. November 2020, 19 Uhr
  • Ort: Wappensaal, Wiener Rathaus, Eingang: 1., Lichtenfelsgasse 1
  • Anmeldung: Aufgrund der COVID-19-Bestimmungen ist nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen verfügbar. Bitte melden Sie sich unter ines.varga@wien.gv.at oder +43 1 4000-84717 an.
  • Der Eintritt ist frei.
  • Begrüßung: Veronica Kaup-Hasler
  • Einleitung: Julia Danielczyk
  • Die Festrede wird an dieser Stelle via Live-Stream übertragen.
Porträt einer Frau mit Text "Festrede zu Eugenie Schwarzwald von Betinna Balaka"

Im Jahr 2020 jährt sich das Promotions-Jubiläum der Schriftstellerin und Reformpädagogin Eugenie Schwarzwald zum 120. Mal. Aus diesem Anlass hat die Kulturabteilung (MA 7) die Autorin Bettina Balàka eingeladen, Eugenie Schwarzwalds Werk und Wirken zum Gegenstand einer literarischen Reflexion zu machen.

Bettina Balàka setzt sich in ihrer Rede mit dem Bild und der Rezeption der vielseitigen Schriftstellerin Eugenie Schwarzwald auseinander. Bei deren Texten und Feuilletons handelt es sich um literarische Kleinode von feinem Witz, die nicht nur einen Blick in die Vergangenheit gewähren, sondern zeitlose Ideen für ein besseres Zusammenleben enthalten. In erzählerischer Essay-Kunst reflektiert Bettina Balàka die Frage, wo die Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt und wie tradierte Geschlechterrollen bis heute wirksam sind. Bettina Balàka leuchtet das Leben und Werk der vielseitigen literarischen Vorreiterin als "Exkursion in die Gegenwart der Vergangenheit" neu aus.

Die Rede erscheint im Rahmen der Schriftenreihe "Autorinnen feiern Autorinnen" im Mandelbaum Verlag.

Bettina Balàka

  • Geboren in Salzburg, lebt als freie Schriftstellerin in Wien
  • Sie schreibt Romane, Erzählungen, Lyrik, Essays, Literaturkritiken, Theaterstücke und Hörspiele.
  • Zuletzt erschienen: "Unter Menschen" (Roman, Suhrkamp/Insel 2016), "Die Prinzessin von Arborio" (Haymon 2016), "Kaiser, Krieger, Heldinnen. Exkursionen in die Gegenwart der Vergangenheit“ (Essays, Haymon 2018), "Die Tauben von Brünn" (Roman, Deuticke 2019)
  • Vielfach ausgezeichnet: unter anderem mit dem Salzburger Lyrikpreis, Österreich-1-Essay-Preis, Friedrich- Schiedel-Literaturpreis, Elias-Canetti-Stipendium, Georg-Trakl-Förderungspreis für Lyrik

Eugenie Schwarzwald

  • Eugenie Schwarzwald wurde am 4. Juli 1872 in Ostgalizien geboren.
  • Als eine der ersten Frauen studierte sie Germanistik, Pädagogik, Philosophie und Anglistik in Zürich, wo sie im Jahr 1900 zur Dr. phil. promovierte.
  • Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen, die sie als dumpf und repressiv empfand, wollte sie eine neue Schulform ins Leben rufen, deren Grundlagen Kreativität, Persönlichkeitsentwicklung und Freude bilden sollten.
  • 1901 übernahm sie das Mädchenlyzeum am Franziskanerplatz, ab 1911 führte sie die Schule als Mädchenrealgymnasium, ab 1913 befand sich die Schule über dem späteren Literatencafé Herrenhof.
  • Zu ihren berühmten Schülerinnen zählen Anna Freud, Maria Lazar, Vicki Baum und Hilde Spiel.
  • In ihrem Salon in der Josefstädterstraße trafen sich Künstler und Intellektuelle, die zum Teil auch an ihrer Schule unterrichteten: Karin Michaelis, Dorothy Thompson, Oskar Kokoschka, Arnold Schönberg.
  • Schwarzwald hielt Vorträge an Volkshochschulen und im Radio.
  • Sie schrieb mehr als 300 Feuilletons, die in Zeitungen wie der "Neuen Freien Presse" oder der "Vossischen Zeitung" erschienen.
  • Am 7. August 1940 starb Schwarzwald im Züricher Exil.
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