Autorinnen feiern Autorinnen

  • Festrede von Teresa Präauer über Ilse Aichinger
  • Termin: Dienstag, 9. November 2021, 19 Uhr
  • Ort: Wappensaal, Wiener Rathaus, Eingang: 1., Lichtenfelsgasse 1
  • Anmeldung: Aufgrund der COVID-19-Bestimmungen ist nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen verfügbar. Bitte melden Sie sich unter ines.varga@wien.gv.at oder +43 1 4000-84717 an.
  • Der Eintritt ist frei.
  • Begrüßung: Veronica Kaup-Hasler
  • Einleitung: Julia Danielczyk
Einladung zur Veranstaltung mit Foto einer lächelnden Frau und Text "Festrede zu Ilse Aichinger von Teresa Präauer"

Im Jahr 2021 jährt sich der Geburtstag der Schriftstellerin Ilse Aichinger zum 100. Mal. Aus diesem Anlass hat die Kulturabteilung der Stadt Wien die Autorin Teresa Präauer eingeladen, Ilse Aichingers Werk zum Gegenstand einer literarischen Reflexion zu machen. "Denn Aichinger benötigt kein Lob, Aichinger benötigt Lektüre", schrieb Teresa Präauer nach dem Tod Ilse Aichingers.

Von Ilse Aichingers Prosa-Betrachtung "Schlechte Wörter" (1976) ausgehend, widmet sich Teresa Präauer den poetisch verdichteten Beobachtungen, der Forderung nach Genauigkeit, dem Anspruch an sprachliche Sorgfalt. Es sind die Wörter, die Sätze, die Teresa Präauer einer neuen Lektüre unterzieht. Dabei trifft auch sie poetische Vorkehrungen.

Die Rede erscheint im Rahmen der Schriftenreihe "Autorinnen feiern Autorinnen" im Mandelbaum Verlag.

Teresa Präauer

  • Geboren 1979
  • Studierte Germanistik sowie bildende Kunst
  • Im Wallstein Verlag erschienen die Romane "Für den Herrscher aus Übersee", "Johnny und Jean" und "Oh Schimmi" sowie der Großessay "Tier werden". Zuletzt: "Das Glück ist eine Bohne (und andere Geschichten)"
  • Zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem aspekte-Preis 2012, Förderungspreis für Literatur der Stadt Wien 2017 und Erich-Fried-Preis 2017
  • Teresa Präauer lebt in Wien.

Ilse Aichinger

  • Am 1. November 1921 wurden Ilse Aichinger und ihre Zwillingsschwester Helga in Wien als Töchter eines Lehrers und einer jüdischen Ärztin geboren.
  • Ihre Großmutter und weitere Familienangehörige fielen dem Nationalsozialismus zum Opfer.
  • 1948 erschien ihr erster Roman "Die größere Hoffnung".
  • Ilse Aichinger arbeitete als Lektorin im S. Fischer-Verlag und als Assistentin an der Ulmer Hochschule für Gestaltung.
  • Die Autorin wurde 1951 in die Wiener "Gruppe 47" eingeladen, wo sie ihren Mann, den Schriftsteller Günter Eich kennenlernte.
  • 1952 erhielt sie den Literaturpreis der "Gruppe 47" für die Kurzgeschichte "Spiegelgeschichte".
  • Nach mehrjähriger Schreibpause begann sie ab den 1990er Jahren wieder literarisch zu arbeiten, sie verfasste regelmäßig Texte für die Tageszeitung "Der Standard".
  • Ilse Aichinger war Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Akademie der Künste in Berlin.
  • Sie verfasste sowohl Romane und Erzählungen als auch Gedichte, Hörspiele und Kurzfeuilletons.
  • Die Autorin wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt: Literaturpreis der Stadt Wien (1974), Franz-Kafka-Preis (1983), Österreichischer Staatspreis für Literatur (1995), Erich-Fried-Preis (1997) und Großer Kunstpreis des Landes Salzburg (2015).
  • Ilse Aichinger starb am 11. November 2016 in Wien.

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