Fachkonferenz 2014 "Gedenken neu gedacht - Wien gedenkt vergessener Opfer"

Bei der zweitägigen Fachkonferenz "Gedenken neu gedacht - Wien gedenkt vergessener Opfer. Zeithistorische, gesellschaftliche, queere und künstlerische Dimensionen des Gedenkens an homosexuelle und transgender NS-Opfer" lud die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) am 28.11.2014 in das Palais Epstein und am 29.11.2014 in den Wappensaal des Wiener Rathauses.

Fachkonferenz, Gedenken neu gedacht

Konferenzmappe und Programm: 2,4 MB PDF

Mit der Konferenz zeigte die Stadt Wien einmal mehr, dass sie ihre Verantwortung im Gedenken an die homosexuellen und transgender NS-Opfer aktiv wahrnimmt. Bisher wurden drei spezifische temporäre Mahnmale von KÖR - Kunst im öffentlichen Raum Wien - am Morzinplatz realisiert: "Mahnwache" von Ines Doujak (2010), "Zu spät" von Carola Dertnig (2011 bis 2012) und "Schwule Sau" von Jakob Lena Knebl (2013 bis 2014). Aufbauend auf den Erfahrungen aus diesen spannenden temporären Installationen und erweitert um die Entwicklungen internationaler Mahnmal-Diskurse wollte die Stadt Wien die Form des Gedenkens neu denken und mit dieser Konferenz eine gut reflektierte und interdisziplinär breit gefächerte Zukunftsperspektive eröffnen.

Inhaltlicher Bogen

Die Fachkonferenz "Gedenken neu gedacht - Wien gedenkt vergessener Opfer" spannte einen weiten Bogen: Vom historischen Kontinuum der Verfolgung und dem Perspektivenwechsel der Gesellschaft auf LGBT-Personen, über die zeithistorischen Fakten der Verfolgung im NS-Regime und in der Zweiten Republik, über die Verankerung des Gedenkens innerhalb der Stadt und der LGBT-Community bis hin zu Mahnmals-Kunstdiskursen in Österreich und Europa und der Frage der gesellschaftspolitischen Bedeutung des Gedenkens an diese lange vergessene NS-Opfergruppe.

Im Anschluss an den ersten Konferenztag luden Stadträtin Frauenberger und die WASt zu einem Festempfang ins Wiener Rathaus.

Veranstaltungsdetails

Die Fachkonferenz wurde von der WASt in Zusammenarbeit mit QWIEN - Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte und in Kooperation mit KÖR Wien veranstaltet.

  • Wissenschaftliche Leitung und Organisation: Mag. Wolfgang Wilhelm, Mag. Andreas Brunner, Mag. Hannes Sulzenbacher
  • Moderation: Mag. Wolfgang Wilhelm
  • Eröffnung: Stadträtin Sandra Frauenberger
Verantwortlich für diese Seite:
Mag. Wolfgang Wilhelm (Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen)
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