Energieraumplanung

Energieraumplanung verbindet Stadt- und Energieplanung, um eine stabile, effiziente und ökologische Energieversorgung zu gewährleisten.

Die Aufgabe der Energieraumplanung ist es, Energie in Planungsprozesse, zum Beispiel das Widmungsverfahren, zu integrieren. So soll die Energieversorgung sowohl für künftige Stadtteile als auch für die bestehende Stadt gesichert werden. Dabei ist die Energiegewinnung und -verteilung räumlich und strukturell auf Lage und Anforderungen der Energieabnehmerinnen und -abnehmer abzustimmen. Gleichzeitig stellt sie sicher, dass Aspekte der Stadtplanung in die Projektentwicklung und die Planungen zur Energieversorgung einfließen. Diese Vernetzung ermöglicht die optimale Nutzung von Potenzialen und Innovationen. Bei der Wahl der Optionen zur Energieversorgung werden die langfristigen ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen berücksichtigt (Lebenszyklusbetrachtung).

Smarte und nachhaltige Energieversorgung

Im 2014 beschlossenen Stadtentwicklungsplan 2025 (STEP 2025) wurde unter dem Aspekt der ökologischen Stadt die "Integrierte Energie-Raum-Planung" verankert. Sie soll die Entwicklung einer smarten und nachhaltigen Energieversorgung unterstützen. Zu den Maßnahmen gehört unter anderem die Erstellung von Energiekonzepten für neue Stadtteile und Quartiere.

Diese Maßnahmen tragen auch maßgeblich dazu bei, die in der 2014 beschlossenen Smart City Wien Rahmenstrategie festgelegten ambitionierten Klima- und Energieziele zu erreichen.

Auch auf österreichischer Ebene spielt dieses Thema eine große Rolle. Infolge des Österreichischen Raumentwicklungskonzepts 2011 (ÖREK) wurde von der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) eine Partnerschaft "Energieraumplanung" eingerichtet, an der die Stadt Wien teilnimmt.

Ziele

Die Ziele der Energieraumplanung sind:

  • Bereitstellung und Sicherung der Energieversorgung für neue Stadtteile
  • Nutzung der Potenziale erneuerbarer Energieträger (Schwerpunkt auf Potenziale der Stadtregion)
  • Nutzung lokaler Abwärme-Potenziale
  • Förderung einer stabilen dezentralen Energieversorgung beziehungsweise der Versorgungssicherheit
  • Erhöhung der Energieeffizienz, vor allem in Bestandsgebieten
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