Krankenhaus Nord

Der Bau des Krankenhauses Nord, eines der modernsten Spitäler Europas, schreitet rasch voran. Der Innenausbau ist bereits in vollem Gange.

Krankenhaus Nord-Baustelle mit Kran

Der Bau des Krankenhauses Nord in der Brünner Straße ist eines der größten Hochbauvorhaben Österreichs und das größte Gesundheitsprojekt im Land. Das Bauvorhaben ist in etwa mit der Errichtung von tausend Einfamilienhäusern vergleichbar, wobei die Technik dabei weitaus komplexer ist. Das Krankenhaus wird nach Fertigstellung 785 Betten für Patientinnen und Patienten haben. Die Kosten liegen bei rund einer Milliarde Euro.

An die 900 Arbeiter sind auf der Baustelle dabei die rund 8.000 Räume zu errichten. Derzeit werden die letzten Fassadenelemente am Krankenhaus angebracht, sodass die Fassade bis zum Sommer komplett fertig sein wird. Auch der Krankenhaus-Vorplatz, die so genannte Piazza, ist in der letzten Fertigstellungsphase. Im Inneren des Spitals sind die Zwischenwände aufgezogen, die Aufzüge und Rolltreppen in Betrieb genommen, es wird eifrig am Innenausbau gearbeitet. Die Möbel sind zum überwiegenden Teil ausgewählt. Erste Räume sind kurz vor der Fertigstellung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Installation der Haustechnik, das heißt Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär. Bis zum Sommer 2016 wird der Bauteil, der künftig die Innere Medizin und die Anästhesie beherbergen wird, technisch in Betrieb genommen. In Vorbereitung für das gesamte Haus wird es in diesem Teil des Spitals dann bereits Strom, Licht, Kühlung, Heizung und Lüftung geben.

Angenehme Atmosphäre

Bei der Planung des Krankenhauses Nord wurde ein großer Schwerpunkt auf eine möglichst angenehme Atmosphäre gelegt: Ausschließlich Ein- und Zweibett-Zimmer, viel Tageslicht, viel Grün und ein gutes Raumklima sollen dafür sorgen, dass der Spitalsaufenthalt so komfortabel wie möglich wird.

Gut die Hälfte des rund 110.000 Quadratmeter großen Areals ist Grünfläche, deren Bepflanzung bereits begonnen hat. Auch mit den Dachbegrünungen wurde gestartet. Das Regenwasser aus den Dachbereichen wird bereits in das Sickerbecken geleitet und somit wieder dem Grundwasser zugeführt.

Vorbereitung der Übersiedlung

2015 ist es dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) sowie seinen Auftragnehmerinnen und Auftragnehmern gelungen, das Krankenhaus Nord-Projekt nach Fehlplanungen eines Statikunternehmens sowie dem Konkurs einer Fassadenfirma wieder in ruhige Bahnen zu lenken. Ab April übernehmen die MOSER ARCHITECTS die Projektsteuerung für das Krankenhaus Nord. Sie sind bereits seit Mitte 2014 als Verstärkung der Bauherrenfunktion an Bord und daher gut in das Projekt eingearbeitet. Sie steuern die Betriebsvorbereitung, Inbetriebnahme und Übersiedlung.

Künftig 46.000 stationäre Aufnahmen jährlich

Nach Fertigstellung werden die Semmelweis Frauenklinik, das Orthopädische Krankenhaus Gersthof und das Krankenhaus Floridsdorf sowie einzelne Abteilungen aus anderen Krankenhäusern in das Krankenhaus Nord übersiedeln. Dort werden künftig jährlich rund 46.000 Menschen stationär versorgt und etwa 250.000 Ambulanzbesuche erwartet.

Aktueller Stand und Zukunft in Bildern

Untersuchungszimmer im Krankenhaus Nord
Visualisierung des Untersuchungszimmers im Krankenhaus Nord

Bau der Eingangshalle im Krankenhaus Nord
Visualisierung der Eingangshalle im Krankenhaus Nord

Eingangsbereich des Krankenhaus Nords in Bau
Visualisierung des Eingangsbereichs des Krankenhaus Nords in Bau

Zimmer mit Bett im Krankenhaus Nord
Visualisierung eines Einzelzimmers im Krankenhaus Nord
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