Das digitale Krankenhaus Nord

Krankenbett mit Monitor

Beim Krankenhaus Nord werden sämtliche Digitalisierungs-Innovationen zu einem Gesamtkonzept vereint. Das macht KH Nord zu einem der modernsten Krankenhäuser Europas. Die digitale Angebote ermöglichen persönliche und maßgeschneiderte Gesundheitsversorgung.

Das Konzept für das digitale Krankenhaus Nord umfasst Architektur, Prozesse, Medizin und Technik. All diese Bereiche werden durch hochmoderne EDV unterstützt: Rund 3.000 Medizintechnikgeräte - vom mobilen Ultraschallgerät bis zum Computertomographen - hängen am Netz. Das Spital verfügt über insgesamt 900 WLAN-Sender, die allen MitarbeiterInnen und PatientInnen flächendeckend kabellosen Internetzugang ermöglichen. Mehr als 24.000 IKT-Anschlussstellen sorgen für den Datenaustausch mit rund 2.500 Endgeräten wie PCs, Druckern, Monitoren oder Befund-Workstations.

Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker im Krankenhaus Nord

Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke (l.) und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker: "Durch den hohen Digitalisierungsgrad werden die Prozesse und Abläufe deutlich beschleunigt. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das geringere Wartezeiten, mehr Komfort und natürlich auch ein höheres Maß an Sicherheit."

Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke: "Digitalisierung ist eine Entwicklung, die kein Selbstzweck sein darf. Als Stadt Wien sehen wir die Chance darin, unterschiedliche Generationen durch neue Technologien zusammenzubringen. Dieser soziale Zusammenhalt macht unsere Stadt und ihre hohe Lebensqualität aus - insbesondere im Gesundheitsbereich."

Projekte

Hoher Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad

Viele Prozesse der Haustechnik werden über den Technischen Leitstand, die Kommandozentrale des Spitals, darstellt, gesteuert und überwacht: Heizung, Kühlung, Jalousien, die Rohrpostanlage, das fahrerlose Transportsystem, Aufzüge oder Gartenbewässerung, aber auch Sicherheitsmanagementsysteme gehen digital und vollautomatisch vonstatten.

Mehr Komfort für PatientInnen

An jedem Krankenbett stehen für die Patientinnen und Patienten schwenkbare Bildschirme mit Internetzugang, Radio, Fernsehen und Spielen zur Verfügung.

Papierloses Krankenhaus

Die Medizintechnik wird mit der EDV vernetzt. So können alle Befunde direkt am Rechner der behandelnden Medizinerinnen und Mediziner abgerufen werden. Die Prozesse im Krankenhaus Nord sollen mit möglichst wenig Papier auskommen. In weiterer Folge können die Daten auch mit dem OP-Videomanagement gekoppelt werden.

OP-Videomanagment

Operationen werden in der Regel mit einer Vielzahl an Monitoren durchgeführt. Während auf einem Bildschirm Röntgenbefunde eingeblendet werden, ist auf einem anderen Monitor der chirurgische Eingriff zu sehen. Das OP-Videomanagement fasst auf einem Monitor übersichtlich sämtliche Bildquellen zusammen, wobei die unterschiedlichen Bilder von den operierenden Ärztinnen und Ärzte bei Bedarf einzeln angewählt werden können.

Elektronische PatientInnen-Akte

Daten von Patientinnen und Patienten sollen künftig elektronisch abgespeichert werden. Die während des Aufenthalts erzeugte medizinische Dokumentation gelangen unmittelbar in die Elektronische PatientInnen-Akte und stehen damit auch für spätere Spitalsbesuche zur Verfügung.

Hybrid-OP

Das KH Nord wird einen chirurgischen Schwerpunkt haben und neben dem AKH die 2. Herzchirurgie in Wien beherbergen. Mit dem Hybrid-OP in der Herz- und Gefäßchirurgie des Krankenhauses werden bildgebende Verfahren nun direkt im OP-Saal eingesetzt.

Fahrerloses Transportsystem

Für die Patientinnen und Patienten sind die unterstützenden Leistungen im Hintergrund (Facility-Management)) größtenteils unsichtbar, aber ebenso wichtig. Dazu zählt etwa das unterirdische vollautomatische fahrerlose Transportsystem, das die Stationen mit Wäsche, Speisen oder Medikamenten versorgt. Rund 40 Roboter-Wagen führen dabei etwa 500 mittels WLAN gesteuerte Fahrten pro Tag durch.

Rohrpost - hochmodern

Um eine Verbesserung eines schon bestehenden Systems handelt es sich bei der Rohrpostanlage. Wurden früher vor allem Krankengeschichten und Röntgenbilder versandt, wird die Rohrpost heute für dringend benötigte Lieferungen wie etwa Medikamente, Labor- und Blutproben verwendet. Bisher wurden die Proben händisch ausgepackt und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Analyse vorbereitet. Vollautomatisch wird es hingegen bei der neuen Rohrpost zugehen: Bereits auf der Station werden die Proben beim Erfassen der Anforderung für den Laborautomaten lesbar etikettiert. Dann werden sie mit der Rohrpost ins Labor geschickt, dort vollautomatisch entgegengenommen und analysiert. Etwa 100 Rohrpostversandhülsen mit 400 Proben pro Stunde sollen künftig angenommen und bearbeitet werden können. Besonders heikle Laborproben können im "Schongang" verschickt werden, besonders dringende Lieferungen kommen in die "Überholspur".

Verantwortlich für diese Seite:
wien.at-Redaktion
Kontaktformular