Geriatriekonzept 2015 abgeschlossen

Das 2007 gestartete Geriatriekonzept wurde mit der Eröffnung des Pflegewohnhauses Rudolfsheim-Fünfhaus am 30. September 2015 pünktlich abgeschlossen.

Pensionistin und Betreuerin lesen gemeinsam in einer Zeitung

Wien wächst und wird 2029 die zwei Millionen EinwohnerInnen-Grenze überschreiten. Gleichzeitig werden rund 120.000 Menschen 80 Jahre oder älter sein. Mit dem Geriatriekonzept hat die Stadt Wien wesentliche Schritte gesetzt, um die leistbare Pflege und Betreuung für alle Seniorinnen und Senioren zu sichern.

Von 2007 bis 2015 hat die Stadt Wien 36 Pflegewohnhäuser und PensionistInnen-Wohnhäuser neu errichtet, saniert oder modernisiert und die alten geschlossen. Dafür wurden von der Stadt rund 919 Millionen Euro aufgewendet. Bis zu 18.000 Wienerinnen und Wiener finden bei bester Pflege und Betreuung in 90 Einrichtungen ein Zuhause.


Leitlinien

Die Leitlinien des im Februar 2007 vorgestellten Geriatriekonzepts sehen vor:

  • Ambulante vor stationärer Betreuung
  • Regional ausgewogene Verteilung der Pflegeeinrichtungen
  • Leistbare und bedarfsgerechte Angebote an Pflege und Betreuung
  • Höchste Qualität der angebotenen Leistungen

Das Wiener Geriatriekonzept macht die Stadt fit für die demographische Herausforderung. Das Pflegenetzwerk wird noch dichter geknüpft. Stationäre Einrichtungen werden auf den modernsten Stand mit höchstem Wohnkomfort gebracht und regional ausgewogener verteilt. Ein Überangebot im Westen wird zugunsten einer Ausgewogenheit des Angebots in ganz Wien abgebaut. Insgesamt steht ein leistungsfähiges Netz an städtischen und privaten gemeinnützigen Pflegeeinrichtungen zur Verfügung.

Neubauprogramm

Bis 2015 wurden insgesamt elf neue Häuser gebaut, mit denen dann insgesamt 18.000 Pflege- und Wohnplätze zur Verfügung stehen. Darunter finden sich die Generalsanierung des Geriatriezentrums Donaustadt und drei "Häuser zum Leben" des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP). Sie ermöglichen ein Wohnen im Appartement auch bei hohem Pflegebedarf.

Darüber hinaus wurde die Zahl der Tageszentren sowie mobile und ambulante Dienste in Wien weiter ausgebaut. So können ältere Wienerinnen und Wiener so lange wie möglich gut betreut zu Hause leben.

Gleichzeitig wurden mobile und ambulante Dienste in Wien weiter ausgebaut. 2014 wurden rund 36.000 Wienerinnen und Wiener über mobile Dienste wie Heimhilfe, Hauskrankenpflege oder Besuchsdienst in ihren Wohnungen gepflegt und betreut.

Fertiggestellte Projekte

Das Geriatriezentrum Donaustadt wurde generalsaniert. Zudem wurde in einem Anbau ein Zentrum für 90 Langzeitbeatmete sowie Wachkomapatientinnen und -patienten errichtet. Das Pflegewohnhaus wurde 2015 eröffnet und bietet 328 Plätze.

Häuser zum Leben

Die "Häuser zum Leben" in Döbling, Ottakring und Hietzing des KWP verbinden das therapeutische Angebot mit einer optimalen Betreuung im eigenen Appartement. Die Grundidee dahinter ist, dass betreuungsbedürftige Menschen in Phasen, in denen sie verstärkte Pflege brauchen, im Appartement bleiben können. Sie müssen nicht auf eine Betreuungsstation übersiedeln. Ermöglicht wird das durch ein flexibles Raum-, Ausstattungs- und Betreuungskonzept.

Das Haus Döbling wurde 2012 fertiggestellt und bietet 252 Bewohnerinnen und Bewohnern ein neues Zuhause.

Das Haus Rosenberg im 13. Bezirk ist nach einem Um- und Zubau seit 2013 fertig. Das Haus bietet 209 Einzelwohnungen, 79 Pflegeplätze in drei stationären Bereichen und 34 Plätze in der Schwerpunktstation für demenziell erkrankte Bewohnerinnen und Bewohner.

Das Haus Liebhartstal in Ottakring wurde 2014 fertiggestellt. Es bietet insgesamt 290 Bewohnerinnen und Bewohnern ein neues Zuhause.

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