25 Jahre Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft

Die Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft (WPPA) feiert 2017 ihr 25-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wurde im Mai im Rathaus gefeiert.

Am 3. Mai 2017 fand auf Einladung von Bürgermeister Dr. Michael Häupl und der amtsführenden Stadträtin für Soziales, Gesundheit und Frauen, Sandra Frauenberger, eine Feierstunde im Wiener Rathaus statt.

Was erreicht wurde

Großartige Pionierarbeit leistete der erste Wiener Patientenanwalt Prof. Dr. Viktor Pickl. Er kam - wie sein Nachfolger Dr. Walter Dohr - aus der Volksanwaltschaft. Ihm folgte Prof. Dr. Konrad Brustbauer, Vizepräsident des Obersten Gerichtshofs nach. Seit 2012 ist Dr.in Sigrid Pilz Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwältin.

Von 1992 bis zum 1. Quartal 2017 wandten sich 225.247 Menschen mit ihren Anliegen an die WPPA. Daraus resultierten 52.803 Aktenvorgänge. Es war und ist in jedem Fall das Ziel, die Rechte und Interessen von Patientinnen und Patienten beziehungsweise von Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen durchzusetzen.

Bisher wurden in 3.641 medizinischen Schadensfällen, bei denen die Spitäler haftbar waren, rund 24,6 Millionen Euro an Entschädigungen für Patientinnen und Patienten außergerichtlich erreicht. Der Wiener Härtefonds leistete mit rund 5,7 Millionen Euro Hilfe für Menschen, die durch eine medizinische Komplikation auch meist in große soziale Not geraten waren. Der Patientenentschädigungsfonds konnte mit 22,4 Millionen Euro bei Komplikationen und unklaren Haftungsfällen helfen. Die stattliche Summe von 52,7 Millionen Euro konnte damit für die Entschädigung von Patientinnen und Patienten ausgeschüttet werden.

Seit Mai 2006 wurden bei der WPPA 3.772 verbindliche und 304 beachtliche PatientInnen-Verfügungen nach dem Patientenverfügungsgesetz errichtet.

In den Wiener Wohn- und Pflegeheimen wurden seit 2006 2.060 Sprechtage abgehalten.

Bei Gründung der WPPA waren acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Einrichtung tätig. Die ständig steigende Inanspruchnahme sowie die laufende Erweiterung des Aufgabengebietes führten dazu, dass sich derzeit 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Anliegen von Patientinnen und Patienten, Angehörigen sowie des Personals einsetzen.

Die WPPA bedankt sich

Das Team der WPPA bedankt sich ganz herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt,

die unserer Einrichtung ihr Vertrauen geschenkt haben. Auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den zahlreichen Ordinationen, Ambulatorien, sozialen Diensten und anderen Einrichtungen des niedergelassenen Bereichs wollen wir unseren Dank und unsere Hochachtung für die Arbeit und das Engagement, das sie täglich den Rat- und Hilfesuchenden entgegenbringen, aussprechen. Ganz ausdrücklich bedanken wir uns bei den vielen tausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Spitälern und Pflegeeinrichtungen Wiens. Es ist uns bewusst, dass verantwortungsvolle und risikoreiche Arbeit geleistet wird und dass auch in schwierigen Zeiten dafür gesorgt wird, dass die Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden.
Ihnen und allen anderen Partnerinnen und Partnern im Gesundheitswesen und der Gesundheitspolitik danken wir im Namen der Patientinnen und Patienten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der WPPA.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WPPA freuen sich darauf, sich auch in Zukunft konsequent für die Interessen und Rechte von Patientinnen und Patienten beziehungsweise von Bewohnerinnen und Bewohnern einsetzen zu dürfen.

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