Typhus

Durch Bakterien bedingte, schwere Durchfallerkrankung

Erreger: Salmonella typhi

Vorkommen und Verbreitung

Salmonella typhi kommt in allen subtropischen und tropischen Regionen mit niedrigem Hygienestandard vor.

Übertragung

Schmierinfektion, Aufnahme kontaminierter Nahrungsmittel (Wasser, Salate, Eis et cetera)

Krankheitsbild

Die Erkrankung beginnt nach einer Inkubationszeit von ein bis drei Wochen (meist zehn bis 14 Tage) mit uncharakteristischen Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Verstopfung (keine Durchfälle), treppenförmig ansteigender Temperatur, Apathie.

Gegen Ende der ersten Krankheitswoche kommt es dann zur Continua (gleichmäßig hohes Fieber um 40 Grad) mit langsamer Herzfrequenz. Die Benommenheit nimmt zu (Typhus stammt aus dem Griechischen und bedeutet Nebel). Zusätzlich treten Leber- und Milzschwellung, eventuell sogar eine leichte Gelbsucht auf. Gegen Ende der zweiten Krankheitswoche kann es zu einem flüchtigen Hautausschlag (Roseolen) am Rumpf kommen. Erst in der dritten Krankheitswoche können erbsbreiartige Durchfälle auftreten. Dann erfolgt die Abfieberung.

Vorbeugung, Diagnose und Behandlung

  • Diagnose: Erregernachweis in der Blut-, Stuhl- eventuell auch in der Harnkultur, Serologie
  • Behandlung: Antibiotika, Diät, symptomatisch
  • Prophylaxe: Wasser-, Abwasser- und Abfallhygiene sowie Typhusimpfung (Einmalige "Stichimpfung", Schutzdauer circa drei Jahre)

Meldepflicht

In Wien ergeht Meldung an das zuständige Bezirksgesundheitsamt.

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