Rotaviren-Infektion

Rotaviren sind die häufigsten Erreger von Brechdurchfall (Gastroenteritis) bei Säuglingen und Kleinkindern. Sie verursachen fast die Hälfte aller Durchfallerkrankungen in dieser Altersgruppe. Die Übertragung des Erregers erfolgt meistens fäkal-oral, selten durch Tröpfcheninfektion. Nach einer Inkubationszeit von 24 bis 72 Stunden treten Erbrechen, Durchfall, oft auch Fieber, eventuell auch Ohrenschmerzen auf. Die größte Gefahr, vor allem für Säuglinge, stellt der Flüssigkeitsverlust dar. Wegen dieser Erkrankung wurden vor Einführung der Impfung jährlich 3.000 bis 4.000 Kinder in Krankenanstalten eingewiesen.

Die Impfung

Sie wird in Form einer Schluckimpfung (Lebendimpfstoff) verabreicht. Diese schützt zu mehr als 70 Prozent vor durch Rotaviren ausgelöste Durchfallerkrankungen und zu mehr als 90 Prozent vor schwerem Brechdurchfall. Die Impfung wird daher für alle Säuglinge empfohlen. Die erste Impfung ist ab der siebenten Lebenswoche möglich. Je nach Impfstoff sind zwei bis drei Teilimpfungen vorgesehen. Ein Abstand von mindestens vier Wochen zwischen den einzelnen Teilimpfungen sollte eingehalten werden. Die gesamte Impfserie muss bis zum vollendeten sechsten Lebensmonat abgeschlossen werden.

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