Hämophilus influenzae Typ B

Was ist die Erkrankung und wo kommt sie vor?

Hämophilus influenzae Typ B ist ein Bakterium, von dem früher fälschlicherweise angenommen wurde, dass es der "echten Grippe" (Influenza) zugrunde liegt - daher sein Name. Im Normalfall ist sie nur für immungeschwächte Personen und Kinder unter fünf Jahren gefährlich.

Wie erfolgt die Ansteckung?

Hämophilus influenzae Typ B wird meist durch Tröpfcheninfektion - also durch Sprechen, Niesen oder Husten - übertragen. In der überwiegenden Zahl der Fälle sind die Keimträger gesund.

Wie äußert sich die Erkrankung?

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist der Erreger für Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), des Rachens (Pharyngitis) und des Mittelohrs (Otitis media) verantwortlich.

Gefürchtet sind die durch das Bakterium verursachte Kehldeckelentzündung (Epiglottitis), die zum Ersticken der kleinen Patientinnen und Patienten führen kann sowie die lebensbedrohliche eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis). Darüber hinaus ist Haemophilus influenzae für Lungenentzündungen (Pneumonien) bei Kleinkindern sowie bei Erwachsenen mit chronischer Lungenerkrankung oder Abwehrschwäche verantwortlich.

Welche Schutzmöglichkeiten gibt es?

Durch die Impfung ist es in Österreich seit 1992 zu einem dramatischen Rückgang der Haemophilus-Meningitis gekommen. In Österreich können laut Impfplan alle Säuglinge und Kleinkinder ab dem dritten Lebensmonat geimpft werden.

Die Hämophilus influenzae Typ B-Impfung ist in Österreich als Einzel- oder Kombinationsimpfstoff erhältlich.

Was ist zu beachten?

Eine durchgemachte Hämophilus influenzae Typ B-Erkrankung im Alter unter zwei Jahren hinterlässt keine sichere Immunität, es sollte deshalb trotzdem geimpft werden. Die Impfung ist auch für Erwachsene mit Immunschwäche oder nach einer Milzentfernung zu empfehlen.

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