Gelbfieber

Durch Stechmücken übertragene, tropische Viruserkrankung

Erreger: Gelbfieber-Virus (Familie Flaviviridae)

Vorkommen und Verbreitung

  • In Afrika südlich der Sahara zwischen 15 Grad nördlicher Breite und circa 18 Grad südlicher Breite und
  • in Südamerika in allen Ländern zwischen 10 Grad nördlicher Breite und 30 Grad südlicher Breite

Übertragung

Durch einen Stich der Mücke Aedes aegypti und anderer Aedes-Mücken-Arten, die Gelbfieberviren von infizierten Affen oder kranken Menschen übertragen.

Krankheitsbild

Die Krankheit beginnt plötzlich (Inkubationszeit: drei bis sechs Tage) mit hohem Fieber und Allgemeinerscheinungen wie Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Nasenbluten.

Nach einer Woche kann eine deutliche Verschlechterung (ungünstige Verlaufsform) mit Gelbsucht, Nierenfunktionsstörungen mit Abnahme der Harnmenge, Blutungsneigung (Bluterbrechen, blutige Stühle, Haut- und Schleimhautblutungen) eintreten. Dabei sind auch Störungen des Zentralnervensystems möglich. Der Tod tritt nach sieben bis zehn Tagen durch Nieren- und Leberversagen mit Delirium und schweren Blutungen ein.

Eine Gelbfiebererkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.

Vorbeugung, Diagnose und Behandlung

  • Diagnose: Klinisch, Erregernachweis, serologisch
  • Behandlung: symptomatisch
  • Prophylaxe: Expositionsprophylaxe und Gelbfieberimpfung (Einmalige Injektion, Schutzrate circa 100 Prozent, Schutzdauer mindestens zehn Jahre. Die Impfung muss in einem internationalen Impfzertifikat eingetragen werden; sie darf nur in spezialisierten, von der WHO autorisierten Impfstellen durchgeführt werden.)

Meldepflicht

In Wien ergeht Meldung an das zuständige Bezirksgesundheitsamt.

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