FSME-Impfung

Mit dem Beginn der warmen Jahreszeit haben auch die Zecken wieder Hochsaison in Österreich. Das Frühjahr ist daher die beste Zeit für eine Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Zecke auf einem Blatt

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass Zecken von den Bäumen fallen, kommen sie im Gebüsch, auf Sträuchern und im hohen Gras vor. Schon bei einem kurzen Spaziergang im Park, beim Walken oder Laufen sowie bei vielen weiteren Aktivitäten im Freien besteht die Möglichkeit eines Zeckenstichs.

Schutz vor der Erkrankung

Nicht alle Zecken übertragen das Virus. Eine vorbeugende Impfung wird jedenfalls empfohlen. Die Impfung schützt nur vor einer Infektion mit FSME-Viren, nicht aber vor anderen durch Zecken übertragbaren Erkrankungen wie etwa Lyme-Borreliose. Beim Aufenthalt im Freien ist deshalb ein zusätzlicher Schutz zweckmäßig, etwa ausreichende hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Lotionen.

Impfung

Den besten Schutz bietet die Impfung. Der Impfstoff enthält abgetötete Viren. Für die Impfung steht ein speziell für Kinder geeigneter Impfstoff zur Verfügung. Die Impfung ist ab dem vollendeten ersten Lebensjahr möglich.

Wo kann man sich impfen lassen?

Impfschema

  • Grundimmunisierung: zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen, in der warmen Jahreszeit ist eine Verkürzung auf zwei Wochen möglich, eine dritte Impfung neun bis zwölf Monate später
  • Auffrischungsimpfungen: die erste Auffrischung nach drei Jahren, anschließend alle fünf Jahre, ab dem 60. Lebensjahr wieder alle drei Jahre, da mit zunehmendem Alter die Fähigkeit des Körpers ausreichend Abwehrstoffe zu bilden, abnimmt
  • Es besteht auch die Möglichkeit, vor dem Termin für die nächste Impfung mit einer Blutabnahme feststellen zu lassen, ob noch Schutz besteht und die Impfung erst zu einem späteren Zeitpunkt notwendig ist.
  • Gegen Borreliose (Lyme-Borreliose, sogenannte "zweite Zeckenkrankheit") gibt es noch keine Schutzimpfung.

Symptome der Erkrankung

Die typischen Symptome dieser Viruserkrankung - durch Zecken auf den Menschen übertragen - sind hohes Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Genickstarre. Bei einem Teil der Erkrankten treten zusätzlich Lähmungen auf. Bis zu zwei Prozent der FSME-Erkrankungen enden tödlich.

Verseuchte Gebiete

Die Infektion erfolgt durch Zeckenstiche in bestimmten Gebieten Österreichs, aber auch in anderen Ländern Europas.

Die Hauptverbreitungsgebiete der FSME sind die ländlichen Regionen der Steiermark, von Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich sowie Salzburg und des Burgenlands. Inzwischen sind aber alle österreichischen Bundesländer betroffen. In Wien sind vor allem der Westen, das Wienerwaldgebiet und der südliche Stadtrand betroffen. Die regionale Verbreitung der FSME reicht von der Ostgrenze Frankreichs über Mitteleuropa, Osteuropa und Asien bis nach Nord-Japan.

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