"Last Minute"-Reisen und Impfungen

Post-it mit dem Schriftzug "Impfen" auf einer Tastatur

Wie bei langfristig geplanten Reisen muss auch bei kurzfristigen Reisen an einen Schutz vor Infektionskrankheiten gedacht werden.

Vor jeder Reise, auch bei "Last Minute"-Urlauben, sollte gemeinsam mit einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt der Nutzen der Impfung gegen ein mögliches Krankheitsrisiko im Reiseland abgewogen werden.


Kurzfristig durchführbare Impfungen

Die meisten Impfungen können noch bis zum Tag der Abreise durchgeführt werden, bei Auffrischungsimpfungen gilt dieses sogar noch für den Abreisetag selbst.

Liegt beispielsweise die letzte Tetanus- oder Diphtherieimpfung zehn Jahre oder länger zurück, sollte unbedingt eine Auffrischung erfolgen. Auch ein abgelaufener Polioschutz sollte bei Reisen nach Afrika oder Asien unbedingt erneuert werden.

Eine aktive Hepatitis A-Impfung mit einer vorläufigen Schutzdauer von einem Jahr kann ebenfalls noch einen Tag vor der Abreise verabreicht werden. Sie entwickelt jedoch in der Regel erst nach 14 Tagen entsprechenden Schutz.

Impfungen gegen Influenza, Meningokokken-Meningitis oder Typhus brauchen etwa zehn Tage, bis sie ihren möglichen Wirkschutz aufgebaut haben. Bei länger andauernden Reisen in Risikogebiete können diese Impfungen dennoch sinnvoll sein.

Nachteile bei kurzfristig durchgeführten Impfungen

Nachteile einer kurzfristig vor der Abreise durchgeführten Impfung sind mögliche Nebenwirkungen und mangelhafter Schutz. Daher empfiehlt es sich, mit den Impfungen mindestens vier Wochen vor der Abreise zu beginnen.

Ernsthafte Nebenwirkungen sind ausgesprochen selten und treten meist während oder kurz nach der erfolgten Impfung auf. Die häufigsten Beschwerden, die nach Impfungen auftreten können, sind Rötung und Schwellung an der Stichstelle und grippeähnliche Beschwerden. Diese klingen in der Regel nach einigen Tagen ab.

Impfungen mit zeitlichem Mindestabstand

Es gibt Impfungen, die einen zeitlichen Mindestabstand zur Abreise verlangen und daher bei "Last Minute"-Reisen problematisch sind.

  • Bei der Gelbfieberimpfung ist eine einmalige Impfung spätestens zehn Tage vor Einreise in ein Gelbfiebergebiet notwendig.
  • Bei Impfungen gegen Hepatitis A und Hepatitis B kombiniert sind zwei Impfungen im Mindestabstand von zwei Wochen notwendig.
  • Bei der Tollwutimpfung oder der Impfung gegen Japanische Enzephalitis sind alle Teilimpfungen innerhalb einer Woche vor der Abreise für einen ausreichenden Schutz ausreichend.
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