SeniorInnen auf Reisen - Gesundheitsvorsorge

Bei größeren Reisen, vor allem bei weiten Flügen, sollten sich ältere Menschen vor Urlaubsantritt von einer Ärztin bzw. einem Arzt ausführlich beraten lassen.

Frau und Mann auf einem Bootsteg mit Reisegepäck

Gefährdet sind in erster Linie Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen sowie Stoffwechsel-, Lungen- und Nierenerkrankungen. Chronisch kranke, ältere Menschen sollten daher gut über ihre Krankheit informiert sein und eine entsprechende Notfallmedikation bei sich tragen.


Flugreisen

Ältere Menschen sollten nicht fliegen bei:

  • Nicht eingestelltem hohen Blutdruck oder schweren Herzrhythmusstörungen
  • Bereits bestehender Herzleistungsschwäche oder gerade überstandenem Herzinfarkt
  • Schweren, nicht ausreichend behandelten Atemwegserkrankungen (beispielsweise Bronchialasthma oder Emphysem)
  • Gerade überstandenen anderen schweren Erkrankungen (beispielsweise Operationen)

Wenn eine Flugreise unbedingt nötig ist, sollte mit der behandelnden Ärztin beziehungsweise dem behandelnden Arzt Rücksprache gehalten werden.

Besondere Reiserisiken

Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr muss während einer Reise unbedingt geachtet werden. Ältere Menschen haben oft ein unzureichendes Durstgefühl. Der Verlust an Flüssigkeit (beispielsweise bei Durchfall) kann dann eine schwere Belastung für Herz und Kreislauf bedeuten.

Wichtig ist, dass alle notwendigen Medikamente in ausreichender Menge mitgenommen werden.

Schwindel, Ekzeme, Pilzerkrankungen und Venenleiden können sich bei feuchtheißem Klima verschlimmern. Das Mitführen einer fremdsprachigen Liste mit den wichtigsten Erkrankungen und der aktuellen Medikation (möglichst keine Handelsnamen, sondern internationale Freinamen) kann unter Umständen lebensrettend sein.

Impfschutz

Eventuell notwendige Impfungen richten sich natürlich nach dem Reiseziel. Der Impfstatus sollte rechtzeitig vor Reiseantritt von einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt überprüft werden.

Unbedingt sollte auf eine Auffrischungsimpfung gegen Diphtherie, Keuchhusten, Polio und Wundstarrkrampf geachtet werden. Oft ist es lange her, dass die letzte Impfung verabreicht wurde.

Liegt kein Schutz gegen Hepatitis A und Hepatitis B vor, ist diese gut verträgliche Impfung nachzuholen. Für Personen mit chronischen Erkrankungen empfiehlt sich auch, Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken zeitgerecht durchführen zu lassen.

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