Soziale Ungleichheit - Wiener Programm für Frauengesundheit

Sozioökonomische Unterschiede wirken sich auf den Gesundheitszustand von Menschen aus. Zusammengefasst kann festgestellt werden: Ungleichheit macht krank. Geringes Einkommen, fehlende Bildung, schlechte Wohnbedingungen et cetera bedeuten mehr Krankheitsrisiken und beeinflussen die Lebenserwartung. Geschlecht ist ebenfalls ein Faktor, so gibt es beispielsweise Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen, was sich wiederum auf den Gesundheitszustand auswirken kann.

Das Wiener Programm für Frauengesundheit hat zahlreiche Angebote und Programme für sozioökonomisch benachteiligte Frauen initiiert und - in Zusammenarbeit mit FEM Süd und FEM - umgesetzt: Projekte der Gesundheitsförderung für wohnungslose Frauen, für nicht-deutschsprachige Frauen, für Frauen in Niedriglohnbranchen, für Frauen mit Behinderung.

Modellprojekt zur Gesundheitsförderung Arbeit suchender Frauen

Der Verlust einer Arbeitsstelle bedeutet für die Betroffenen nicht nur finanzielle Einschnitte sondern begünstigt körperliche und psychische Beschwerden. Das Wiener Programm für Frauengesundheit hat das Modellprojekt "(f)it works" gefördert (2007 bis 2009). Gemeinsam mit FEM Süd wurden frauenspezifische Maßnahmen für langzeitbeschäftigungslose Frauen entwickelt, die in der Firma itworks Personalservice von FEM Süd umgesetzt wurden.

Gesundheitsförderung für wohnungslose Frauen

Häufig unterliegen Frauen einer versteckten Wohnungslosigkeit, schlüpfen bei Bekannten unter und gehen Zweckpartnerschaften ein. Es entstehen Abhängigkeitsverhältnisse, mit denen Angst, Stress, Sucht und in der Folge Traumata einhergehen können. Neben finanziellen, familiären, gesundheitlichen, psychischen und Suchtproblemen sind viele wohnungslose Frauen zusätzlich Gewalt ausgesetzt. Viele Krankheiten bleiben lange Zeit unbehandelt, da sich die Betroffenen aus Schamgefühl und Angst vor Zurückweisung nicht in eine ärztliche Ordination wagen. Gesundheitsarbeit mit wohnungslosen Frauen bedarf daher einer ganzheitlichen, multiprofessionellen und mit diversen Einrichtungen kooperierenden Herangehensweise.

Vor diesem Hintergrund entstand das Projekt "Gesundheit für wohnungslose Frauen in Wien". Im Auftrag des Wiener Programms für Frauengesundheit konzipierte FEM 2005 ein Maßnahmenpaket zur aufsuchenden Gesundheitsarbeit für wohnungslose Frauen in Wien. Langfristig entstand daraus die Plattform Gesundheit und Wohnungslosigkeit.

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