Zentrale Notaufnahme in der Rudolfstiftung eröffnet

Mit der Zentralen Notaufnahme werden Wartezeiten reduziert und Fachambulanzen entlastet.

Im April 2019 wurde nach einer 17-monatigen Umbauphase die Zentrale Notaufnahme in der Krankenanstalt Rudolfstiftung (künftig Klinik Landstraße) eröffnet. Insgesamt investierte der Krankenanstaltenverbund (KAV) 5,8 Millionen Euro in die Modernisierung und die technische Neuausstattung der Abteilung. Nun gehört sie zu den modernsten Notaufnahmen in Österreich. Über 35.000 Patienten und Patientinnen wird die neue Zentrale Notaufnahme in der Krankenanstalt Rudolfstiftung (künftig Klinik Landstraße) jährlich betreuen.

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker: "Die Eröffnung der Zentralen Notaufnahme in der Rudolfstiftung ist ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung des Spitalskonzepts 2030. Wir haben modernste Infrastruktur für die Wienerinnen und Wiener geschaffen und ein Organisationsmodell gewählt, das die Wartezeiten verkürzt."

Reihung nach Dringlichkeit

Akutfälle werden sofort weiterbehandelt, Patientinnen und Patienten mit leichteren Beschwerden danach. Dadurch entfallen lange Wartezeiten zwischen der Anmeldung am Schalter und der ersten Begutachtung.

Das Team der neuen Zentralen Notaufnahme besteht aus 22 Ärztinnen und Ärzten sowie 41 diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern. In insgesamt 5 Untersuchungsräumen werden die Patientinnen und Patienten versorgt und behandelt. Sollte eine Überwachung oder eine Aufnahme in der Nacht notwendig sein, steht eine Station mit 23 Betten zur Verfügung. Über 35.000 Patienten und Patientinnen wird die neue Zentrale Notaufnahme in der Krankenanstalt Rudolfstiftung (künftig Klinik Landstraße) jährlich betreuen.

Ausbau und Aufgaben der Zentralen Notaufnahmen

Das Spitalskonzepts 2030 sieht für alle Gemeindespitäler Zentrale Notaufnahmen vor. Im Krankenhaus Hietzing (künftig Klinik Hietzing) wurde das Konzept bereits 2016, im Wilhelminenspital (künftig Klinik Ottakring) 2018 umgesetzt. Demnächst folgt das Krankenhaus Nord (künftig Klinik Floridsdorf).

Im Unterschied zu herkömmlichen Notaufnahmen wirken bei den Zentralen Notaufnahmen verschiedene Fachabteilungen bei der Notfallversorgung der Patientinnen und Patienten mit. Auch Fachärztinnen und Fachärzte anderer Disziplinen werden bei Bedarf eingebunden.

Die Zentralen Notaufnahmen sind die erste Anlaufstelle für alle Patientinnen und Patienten bis auf Kinder, Schwangere und Psychiatriepatientinnen und –patienten. Zu ihren Aufgaben zählen:

  • die Ersteinschätzung, die ambulante und stationäre Notfallversorgung
  • die Weiterleitung beziehungsweise Übergabe der Patientinnen und Patienten an andere Fachbereiche. Dadurch werden die Fachambulanzen und die anderen bettenführenden Abteilungen entlastet.
  • alle stationären Aufnahmen, die nachts stattfinden. Patientinnen und Patienten der stationären Abteilungen werden dadurch nicht in ihrer Nachtruhe gestört.
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