Spürbare Entlastung durch die neue Wiener Energieunterstützung Plus

Wien reagiert mit einem umfassenden Maßnahmenpaket schnell, sozial und treffsicher auf Energiepreis-Steigerungen.

Die Energiekosten für Strom und für Gas sind in den vergangenen Monaten europaweit massiv gestiegen. Für einen durchschnittlichen Wiener Haushalt bedeutet das Mehrkosten von rund 500 Euro im Jahr 2022.

Die bestehende Wiener Energieunterstützung hilft bereits bei der Bekämpfung von Energiearmut. Die aktuellen Energiepreissteigerungen stellen eine neue Herausforderung dar, weshalb die Stadt ihre bisherigen Maßnahmen mit der Wiener Energieunterstützung Plus ausweitet.

Die Wiener Energieunterstützung Plus setzt sich aus 3 Komponenten zusammen:

  1. Wiener Energiekostenpauschale von 50 Millionen Euro für Menschen mit kleinem Einkommen
  2. Energieunterstützung Neu im Ausmaß von 26 Millionen Euro
  3. Förderungen bei der Errichtung nachhaltiger Energieformen, bei Neubau und bei Sanierung von Gebäuden.

Bürgermeister Michael Ludwig "Die historisch noch nie so dagewesenen Energiepreissteigerungen, die durch den Ukraine-Krieg jetzt noch weiter angeschürt werden, stellen eine große Belastung für viele Wiener*innen dar. In dieser Situation reichen die bisherigen erfolgreichen Maßnahmen der Stadt zur Bekämpfung von Energiearmut nicht mehr aus. Deshalb setzten wir ein neues Maßnahmenprogramm mit einem Volumen von 124,3 Millionen Euro auf, um die Menschen spürbar zu entlasten."

Wien Energie hat die Unterstützungsmaßnahmen der Stadt Wien sowie die des Bundes zusammengefasst:

Energiekosten-Unterstützung - Wien Energie

1. Wiener Energiekostenpauschale

Die Wiener Energiekostenpauschale ist eine Direktanweisung in Höhe von 200 Euro an besonders betroffene Wiener*innen. Sie wird einmalig und unabhängig von der Energieform sowie ohne Antrag ausgezahlt. Sie richtet sich an 262.000 Anspruchsberechtigte. Das sind rund:

  • 70.000 Beziehende der Mindestsicherung
  • 42.000 Beziehende einer Mindestpension
  • 110.000 Beziehende einer Arbeitslosenleistung
  • 40 000 Beziehende der Wohnbeihilfe

Neben den Anspruchsberechtigten profitieren von der Unterstützung auch deren Familienmitglieder. Alleine im Bereich der Wohnbeihilfe und Mindestsicherung erreicht die Stadt Wien dadurch über 65.000 Kinder, davon 26.000 in Alleinerziehenden-Haushalten. Der große Vorteil dieser Maßnahme ist eine zeitnahe Umsetzung noch im 2. Quartal 2022 und somit eine schnelle Hilfe für Betroffene.

2. Energieunterstützung Neu

Die Energieunterstützung Neu ist ein vereinfachter Zugang zu Hilfestellung für eine wesentlich größere Gruppe Anspruchsberechtigter. Die Unterstützung erfolgt wie bei der bisherigen Wiener Energieunterstützung in Form von (Teil-)Übernahme von Rückständen beziehungsweise der Jahresabrechnung durch Direktanweisung an das Energieunternehmen, Energieberatungen oder Austausch elektrischer Geräte.

Dazu werden die eingesetzten Mittel von bisher 6 Millionen auf 26 Millionen Euro aufgestockt. Die Umsetzung ist für das 4. Quartal 2022 vorgesehen, wenn die Kostensteigerungen bei den Verbraucher*innen angekommen und ein Großteil der Jahresabrechnungen übermittelt ist.

Die Erweiterung ist vor allem aufgrund der großen Anzahl an Wiener*innen, die durch gestiegene Energiepreise potenziell von Energiearmut betroffen sind, notwendig geworden. Daher wird auch der Anspruchskreis der Wiener Energieunterstützung für 2022 ausgeweitet. Die Stadt Wien geht derzeit von rund 210.000 Haushalten aus. Er umfasst Beziehende der Mindestsicherung oder einer Mindestpension, Personen mit GIS Befreiung und Personen, die vom Kostendeckel des Erneuerbaren Ausbaugesetzes (EAG §72a) umfasst sind.

3. Förderungen nachhaltiger Energieformen, Neubau und Sanierung

Die 3. Stufe der Wiener Energieunterstützung Plus basiert auf nachhaltige Maßnahmen zur thermischen Sanierung von Altbau, energieeffizientem Neubau und Förderungen von ökologisch nachhaltigen Energieanlagen für die Wiener*innen. Letztere betreffen beispielsweise:

  • Förderung von Ökostrom- beziehungsweise Photovoltaik-Anlagen
  • Photovoltaik-Anlagen auf Gründächern
  • Förderung von Stationären Stromspeichern
  • Energieeffizienzförderung bei Neubau und Sanierung im Altbau

Hier investiert die Stadt Wien über 48,3 Millionen Euro und hilft dadurch den Bewohner*innen langfristige ihre Energiekosten zu senken.

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