Verhalten gegenüber Wildtieren

Freilebende Wildtiere dürfen grundsätzlich nicht in Gefangenschaft gehalten werden.

Von dem Verbot ausgenommen ist die notwendige Pflege eines verletzten Tieres bis zu seiner Wiederherstellung oder die Pflege eines Tieres, das aufgrund seiner Unterentwicklung nicht überleben würde, zum Beispiel ein untergewichtiger Igel im Herbst.

Fütterungsverbot

Es besteht ein Verbot der Fütterung von Wasservögeln an der Alten Donau einschließlich Kaiserwasser von 1. März bis 1. November.

Das Füttern von Tauben und Krähen darf nur in jenen Mengen erfolgen, als die am Ort befindlichen Vögel das Futter gänzlich aufnehmen können. Ein Überschuss an Vogelfutter lockt Ratten an und ist deshalb unbedingt zu unterlassen.

Jagd von Wildtieren

Jagd umfasst nicht nur das Erlegen von jagdbaren Tieren, sondern auch das Nachstellen, das Verfolgen und das Fangen. Die jagdbaren Tiere sind in den jeweiligen Landesjagdgesetzen aufgezählt.

Jagdbare Tiere im Sinne des Wiener Jagdgesetzes sind:

  • Haarwild: Rot-, Dam-, Sika-, Reh-, Gams-, Muffel- und Schwarzwild, Biber, Feldhase, wilde Kaninchen, Bisamratte, Eichhörnchen, Bilch, Luchs, Wildkatze, Dachs, Fuchs, Baum- oder Edelmarder, Stein- oder Hausmarder, Iltis, großes Wiesel oder Hermelin, kleines Wiesel, Marderhund, Fischotter und Waschbär
  • Federwild: Auer-, Birk- und Rackelwild, Hasel-, Rebhuhn, Fasane, Wachtel, Trappe, Wildtruthuhn, Felsen(Straßen)taube, Ringeltaube, Türkentaube, Turteltaube, Krammetsvogel (Wacholderdrossel), Waldschnepfe, Höckerschwan, Saatgans, Blässgans, Graugans, Stockente, Knäckente, Schnatterente, Schellente, Reiherente, Tafelente, Brachvogel, Reiher, Rohrdommel, Storch, Regenpfeifer, Ralle, Taucher, Kormoran und alle anderen Sumpf- und Wasservögel, Tag- und Nachtraubvögel, Rabenvögel

Das Ausüben der Jagd ist ausschließlich Jagdausübungsberechtigten in einem bestimmten Jagdgebiet erlaubt.

Für nicht Jagdausübungsberechtigte gilt, dass freilebende Wildtiere in all ihren Entwicklungsformen nicht mutwillig beunruhigt, verfolgt, gefangen, verletzt oder getötet werden dürfen.

Bestimmte jagdbare Tiere dürfen nicht zu jeder Jahreszeit gejagt werden. Für sie gelten festgelegte Schonzeiten, in denen sie weder verfolgt noch gefangen oder erlegt werden dürfen. Gewisse jagdbare Tiere sind sogar ganzjährig geschont (Verordnung der Wiener Landesregierung betreffend Schonzeiten der jagdbaren Tiere).

Geschützte und streng geschützte Wildtiere

Viele wild lebende Tiere bedürfen eines besonderen Schutzes. Da Naturschutz nur grenzüberschreitend erfolgversprechend ist, haben die EU-Mitgliedsstaaten eine gemeinsame Richtlinie beschlossen, in der geschützte und streng geschützte Wildtiere benannt sind. Diese Richtlinie ist durch das Wiener Naturschutzgesetz und die Wiener Naturschutzverordnung in gültiges Recht umgesetzt.

Verhalten gegenüber Schädlingen

Rechtlich geregelt ist die Bekämpfung von Ratten (Rattenverordnung), Schaben, Pharaoameisen und Eichenprozessionsspinnern.

Alle anderen Tiere, wie etwa Vorratsschädlinge, Schädlinge an Kulturpflanzen und Holz, Bauwerken, usw. sind in anderen, nicht eigens die Bekämpfung betreffenden Rechtsmaterien beinhaltet. Für Wirbeltiere gilt in jedem Fall, dass die Tötung möglichst rasch und schmerzfrei erfolgen muss.

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Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (Magistratsabteilung 49)
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