Vogelgrippe-Vorkommen und Risikogebiete

In den letzten Monaten des Jahres 2020 sind im Norden Europas und in einigen südlichen Nachbarländern Österreichs Fälle von Vogelgrippe (HPAI) - auch bekannt als Geflügelpest - bei Wildvögeln, aber auch im Hausgeflügel-Bestand aufgetreten. Auch in Österreich wurde die Vogelgrippe bereits nachgewiesen. Die Vogelgrippe stellt für den Menschen keine Gefahr dar. Sie wird auch nicht über Lebensmittel übertragen.

Risikogebiete in Österreich

Am 7. Dezember 2020 hat der Bundesminister für Gesundheit in Österreich Risikogebiete festgelegt, für die es bis auf Weiteres besondere Vorschriften zur Haltung von Geflügel gibt. Wien gilt auf Grund seiner großen Wasserflächen und dem Vorkommen zahlreicher Wildvögel auch als Risikogebiet.

Ziel der Maßnahmen ist, das Geflügel von Wildvögeln fernzuhalten, um damit das Überspringen des Krankheitserregers auf Hühner, Enten und Gänse, die als Haustiere gehalten werden, zu verhindern.

Maßnahmen für Geflügel-HalterInnen in österreichischen Risikogebieten

  • Getrennte Haltung der Enten und Gänse vom übrigen Geflügel in gemischten Betrieben
  • Haltung des Geflügels in Ställen oder in oben abgedeckten Haltungsvorrichtungen
  • Ausnahme von der Haltung in Ställen,
    • wenn das Geflügel durch Netze, Dächer, horizontal angebrachtes Gewebe oder andere geeignete Mittel vor dem Kontakt mit Wildvögeln geschützt ist
    • oder Tiere nur im Stall oder einem Unterstand, der das Zufliegen von Wildvögeln möglichst verhindert, gefüttert und getränkt werden.
  • Wildvögel dürfen nicht mit Futter oder Wasser, das für das Geflügel bestimmt ist, in Kontakt kommen. Die Ausläufe müssen gegenüber Oberflächengewässern, an denen sich wildlebende Wasservögel aufhalten können, ausbruchsicher abgezäunt sein.
  • Erhöhung der hygienischen Sicherheitsmaßnahmen: Reinigung und Desinfektion mit besonderer Sorgfalt
  • Der Behörde, also der Amtstierärztin beziehungsweise dem Amtstierarzt, ist zu melden, wenn
    • die Futter- und Wasseraufnahme um mehr als 20 Prozent abfällt,
    • die Eierproduktion um mehr als 5 Prozent für mehr als 2 Tage abnimmt,
    • oder wenn die Todesrate höher als 3 Prozent in einer Woche ist.

Tot aufgefundene Wildvögel

Im Winter ist damit zu rechnen, dass vermehrt tote Wildvögel aufgefunden werden. Die Tiere sterben an Erschöpfung und Futtermangel, können aber auch an der Vogelgrippe erkrankt sein. In Wien tot aufgefundene Greif- und Wasservögel sind beim ebswien tierservice unter der Telefonnummer +43 1 76 76 176 zu melden. Die Tiere werden abgeholt und auf den Erreger der Vogelgrippe untersucht.

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