Tischtennis - Trendsport

Tischtennis wird oft als die "schnellste Ballsportart der Welt" bezeichnet. Trotz hartnäckiger Gerüchte, dass man sich nicht bewegen müsse, stellt Tischtennis ein komplexes Anforderungsprofil an die Sportlerinnen und Sportler.

Nahaufnahme eines Tischtennis-Schlägers und eines Balles, der über das Netz geschossen wird

Über den Sport

Ursprünglich stammt Tischtennis aus Indien. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts mit nach England gebracht. Die Engländer waren es, die 1884 den ersten Tisch vorstellten, auf dem gespielt werden sollte. Aufgrund des Geräuschs beim Spielen hieß es damals noch Ping Pong. Da der Name 1901 markenrechtlich geschützt wurde, setzte sich die Bezeichnung Tischtennis mehr und mehr durch. Bei den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul war Tischtennis zum ersten Mal eine olympische Disziplin.

Spielregeln

Das Ziel des Spieles besteht darin, möglichst viele Punkte zu erzielen, indem man den Ball auf dem Tisch über das Netz hin- und herspielt, dabei möglichst eigene Fehler vermeidet und durch geschickte Spielweise Fehler der Gegnerin oder des Gegners herbeiführt. Unter "Fehler" ist hierbei ein nicht regelgerechter Schlag zu verstehen, der zur Beendigung eines Ballwechsels führt.

Ein Spiel besteht aus mehreren Sätzen, die entweder beim elften Punkt enden oder - nach einem Spielstand von 10:10 - wenn eine Spielerin oder ein Spieler zwei Punkte Vorsprung erreicht. Bei Mannschaftskämpfen sind in der Regel drei Gewinnsätze vorgeschrieben. Das Spiel endet, wenn eine Gegnerin oder ein Gegner drei Sätze gewonnen hat ("Best of Five"). Dies ist nach höchstens fünf Sätzen der Fall (3:2). Nach jedem Satz werden die Seiten gewechselt. Im entscheidenden letzten Satz, also zum Beispiel bei einem Stand von 2:2, werden die Seiten gewechselt, sobald eine Spielerin oder ein Spieler fünf Punkte erreicht hat. Im Profibereich werden auch vier Gewinnsätze gespielt ("Best of Seven").

Trainingseffekt

Schnelles Reaktionsvermögen, hohe Konzentrationsfähigkeit, koordinative Fähigkeiten wie Gleichgewichtssinn und Reaktionsfähigkeit sowie gute Fußarbeit zeichnen eine gute Tischtennisspielerin oder einen guten Tischtennisspieler aus. Der Trainingseffekt auf das Herz-Kreislauf-System ist allerdings auf Grund der kurzen Laufwege eher gering.

Beim Tischtennis bewegt man sich am schnellsten mit sehr kleinen Schritten. Dabei wird das Körpergewicht auf die Fußballen gelegt. Die Knie sollten dabei stets leicht gebeugt sein. Der Schläger befindet sich am besten auf Tischhöhe vor dem Körper. Man sollte zirka eine Armlänge vom Tisch entfernt stehen.

Ausrüstung

Zur Ausübung des Sports benötigt man neben einem Tischtennistisch samt Netz einen Tischtennisball und einen Schläger pro Spielerin beziehungsweise Spieler. Gespielt wird traditionell auf einem mattgrünen oder mattblauen Tisch.

Der Ball ist weiß oder gelb/orange und hat seit 2001 einen vorgeschriebenen Durchmesser von 40 Millimetern (vorher 38 Millimeter). Schläger gibt es in vier gängige Griffformen: Gerade, konkav, anatomisch und konisch. Bei einem Wettkampf muss jeder Schläger zwei Beläge unterschiedlicher Farbe aufweisen: einen roten und einen schwarzen Belag. Dadurch bemerkt die Gegnerin oder der Gegner das Drehen des Schlägers und kann auf die beiden Beläge entsprechend reagieren. Man unterscheidet verschiedene Typen von Belägen: Noppen innen, kurze Noppen außen, lange Noppen, Noppengummi und Anti-Topspin.

Tischtennis in Wien

In Wien wird Tischtennis in Vereinen, Turnhallen und in den Sport & Fun Hallen betrieben. Die Hallen stehen während der Öffnungszeiten ohne Anmeldung zur Verfügung. Sportvereine oder Schulen können die Hallen auch mieten.

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