Rudern - Trendsport

Video: Rudern an der Alten Donau

Wie kaum eine andere Sportart kann der Rudersport von der Jugend bis ins hohe Alter ausgeübt werden. In Wien erfreut sich Rudern immer größerer Beliebtheit. Die harmonischen Bewegungen in freier Natur wirken angenehm entspannend auf den ganzen Körper. Rudern ist eine der umfassendsten Ausdauersportarten. Die gleichmäßige Belastung aller Körperteile stärkt und fördert die Muskulatur des ganzen Körpers.


Über den Sport

Der Ausdruck Rudern bezeichnet allgemein die Fortbewegung eines Wasserfahrzeuges durch menschliche Kraft mittels Riemen oder Skulls. Die Technik des Ruderns hat sich im Lauf der Jahrhunderte nicht wesentlich geändert. Aussehen, Aufbau und Gewicht des Rudergeräts wurden aber vor allem im 20. Jahrhundert grundlegend modifiziert. Man unterscheidet Riemen- und Skullboote. In Riemenbooten bedient jede Ruderin beziehungsweise jeder Ruderer ein Ruder (Riemen) mit beiden Händen, in Skullbooten bewegt man zwei Ruder (Skulls). Rennboote gibt es vom Achter mit 18,30 Meter Länge bis zum Einer mit 7,30 Meter Länge.

Entscheidend für den Rudersport sind Rhythmus und Schlagart. Die Energie für den Schlag entsteht, indem die Ruderin beziehungsweise der Ruderer die Beine durchstreckt und den Holm mit Schultern und Rücken durchzieht. Rollsitz und Fußstützen tragen dazu bei, dass die Ruderin oder der Ruderer viel Kraft mit den Beinen erzeugen kann. Diese ganze Abfolge von rhythmischen, fein abgestimmten Bewegungen wird, abhängig von den äußeren Bedingungen, der Taktik und der Länge der Rennstrecke, 32- bis 40-mal pro Minute wiederholt.

Trainingseffekt

  • Als eine von wenigen Sportarten wirkt sich Rudern auf alle Hauptmuskelgruppen positiv aus und ist dazu äußerst kreislauffördernd.
  • Beim Rudern werden sämtliche Muskeln des Bewegungsapparates gleichmäßig beansprucht. Das Wasser bietet - anders als der feste Boden - nur weichen, nachgiebigen Widerstand. Stöße und Schläge, die Gelenke, Muskeln und Sehnen belasten, kommen nicht vor.
  • Beim Sportrudern wird über einen Rollsitz auch die Beinmuskulatur (70 Prozent) eingesetzt. Verletzungen sind selten, nach Untersuchungen von Krankenkassen zählt Rudern zu den gesündesten und ungefährlichsten Sportarten.

Ausrüstung

Ruderboote

Bei den Sportruderbooten unterscheidet man zwischen Gig-Booten, die vor allem im Breitensport benutzt werden und Rennruderbooten, die im Leistungssportbereich eingesetzt werden. Der Unterschied liegt in der Bootsform, den zum Bau verwendeten Materialien und daraus resultierend im Gewicht.

Arten von Rudern

  • Skullen: Jede Ruderin beziehungsweise jeder Ruderer hat in der linken und rechten Hand ein Ruder (auch Skull genannt). Die Skulls werden zur besseren Kontrolle des Gleichgewichts hintereinander geführt. Generell wird das Backbordskull vor dem Steuerbordskull geführt.
  • Riemenrudern: Jede Ruderin beziehungsweise jeder Ruderer hat nur ein Ruder (auch Riemen genannt), welches entweder nach Backbord oder Steuerbord geht.

Bei starker Sonneneinstrahlung sollte man für geeigneten Sonnenschutz sorgen (Kappe, Leiberl, Creme). Die Nieren sollten nicht nur bei kälterem Wetter vor Zug geschützt sein.

Rudern in Wien

An der Alten Donau gibt es zahlreiche Möglichkeiten, kleine Ruderboote auszuborgen. Einem gemütlichen Ausflug auf dem Wasser steht damit nichts mehr im Wege. Für alle, die es sportlicher mögen, gibt es auf der Neuen Donau stromab der Steinspornbrücke jede Menge Infrastruktur. Anlässlich der Ruder- und Kanuweltmeisterschaften wurde das Ruderangebot ausgebaut. Acht Bahnen zu je 13,50 Meter wurden angelegt, für Kanufahrerinnen und -fahrer stehen neun Bahnen zu je neun Metern zur Verfügung.

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