Pilates

Hinter dem Begriff Pilates steht eine bereits 50-jährige Tradition, die auf den Deutsch-Amerikaner Joseph Pilates zurückgeht. In Wien wird die Heilsportart in vielen Fitnessstudios, Wellnesszentren und Vereinen angeboten.

Frau beim Pilates-Workout

Pilates ist eine ausgeklügelte Mixtur aus Körperbeherrschung, Tiefenatmung und Entspannung, die nach dem Motto "Heilung durch Bewegung" verfährt. Die Methode basiert auf der Idee des Yoga-Trainings. Ziel ist es, ein Zusammenspiel von Körper und Geist herzustellen. Disziplin und Konzentration sind ebenso wichtig wie die Übungen selbst. Durch Pilates wird die Körperhaltung dauerhaft gebessert. Körperregionen werden angesprochen, die in tagtäglichen Bewegungsabläufen kaum oder gar nicht gefordert werden.

Zum größten Teil wurden die Übungen von Joseph Pilates, dem Gründer der Pilates-Methode, geprägt. Die klassische Pilates-Lehre nach Joseph Pilates unterscheidet Übungen ohne Geräte auf der Matte (Mat-Work) und Übungen auf Geräten (Cadillac, Reformer, Wunda Chair, Barrel).

Grundprinzipien im klassischen Pilates

  • Regelmäßiges Üben ist der Schlüssel zum Erfolg. Dabei geht es nicht darum, wie beim üblichen Fitnesstraining, eine möglichst große Anzahl von Bewegungen in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren, sondern die Muskeln schonend zu beanspruchen.
  • Training in Kleingruppen (maximal 15 Personen auf der Matte, maximal fünf Personen am Gerät)
  • Keine Musikuntermalung, um den Trainierenden die volle Konzentration auf die exakte Durchführung der Übungen zu ermöglichen
  • Die Trainerin oder der Trainer sollte niemals am Unterricht aktiv teilnehmen, sondern alle Übungen - jede hat einen eigenen Namen - ansagen, erklären und korrigieren.
  • Das Training sollte mit einigen Einzelstunden beginnen, um die Pilates-Begriffe "Powerhouse" und "Wrap" zu verstehen sowie die Namen und die Ausführung einiger Übungen, welche dann im Training immer wieder vorkommen, zu erlernen. Erst dann ist das Gruppentraining sinnvoll.
  • Geregelte, sportmedizinisch sinnvolle Übungsreihenfolge; alle Übungen in einem Fluss

Trainingseffekt

Wer regelmäßig nach der Pilates-Methode trainiert, erhält neben einer gestärkten Muskulatur und gestrafften Konturen auch ein positiv verändertes Körperbewusstsein:

  • Balance zwischen Kraft und Beweglichkeit
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • Verbesserung der Haltung
  • Abbau von Stress
  • Verletzungsprophylaxe
  • Konzentration, Selbsterkenntnis und Kontrolle
  • Verbesserung der Koordination

Pilates wirkt durch die Kräftigung des "Powerhouse" (Bauchmuskulatur, Muskeln um den unteren Lendenwirbelbereich, Gesäßmuskeln) entlastend auf die Wirbelsäule und den Schultergürtel. Sechs goldene Regeln sind zu beachten: Konzentration, Zentrierung, Atmung, Kontrolle, Präzision und ein fließender Bewegungsablauf.

Ausrüstung

Außer bequemer Sportbekleidung sind keine weiteren Ausrüstungsgegenstände von Nöten. Die Bodenübungen werden dabei auf einer Pilates-Matte durchgeführt werden. Diese ist typischerweise einen bis eineinhalb Zentimeter dick und besteht aus einem leicht schaumartigen Material.

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