Kulturerbe "Wiener Kaffeehauskultur"

Die Wiener Kaffeehauskultur als "typische gesellschaftliche Praxis" ist seit 10. November 2011 offiziell in das Verzeichnis des nationalen immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Die Beschreibung der Kaffeehauskultur seitens der UNESCO-Kommission führt aus:

Die Tradition der Wiener Kaffeehauskultur reicht bis an das Ende des 17. Jahrhunderts zurück und ist durch eine ganz spezielle Atmosphäre geprägt. Typisch für ein Wiener Kaffeehaus sind Marmortischchen, auf denen der Kaffee serviert wird, Thonetstühle, Logen, Zeitungstischchen und Details der Innenausstattung im Stil des Historismus. Die Kaffeehäuser sind ein Ort, in dem Zeit und Raum konsumiert werden, aber nur der Kaffee auf der Rechnung steht.

Damit ist die Kaffeehauskultur das mittlerweile dritte nationale Kulturerbe aus Wien: Die Wiener Ballkultur und das "Wiener Dudeln" (Heurigengesang) sind bereits vertreten.

Das Wiener Kaffeehaus - Eine Erfolgsgeschichte - Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer


Immaterielles Kulturerbe

Torte und Melange im Café Landtmann

Neben dem materiellen Weltkulturerbe der UNESCO gibt es seit 2003 auch das immaterielle Kulturerbe. Diese Konvention beinhaltet "identitätsstiftende Praktiken": Darunter werden mündliche Überlieferungen, darstellende Künste, gesellschaftliche Praktiken, Wissen in Bezug auf die Natur und traditionelle Handwerkstechniken zusammengefasst.

Österreich ist seit 2009 Vertragsstaat dieses Übereinkommens mit der UNESCO. Die Vertragsstaaten verpflichten sich damit, Maßnahmen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes zu setzen. Ein Fachbeirat, bestehend aus Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertretern des Bundes und der Bundesländer entscheidet über die Aufnahme eingebrachter Anträge in das österreichische Verzeichnis. Einmal im nationalen Verzeichnis, können diese vom Fachbeirat auch für die internationale Liste nominiert werden.

Österreichische UNESCO-Kommission


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