Neue Marktordnung für lebendige Märkte

  • Die Öffnungszeiten wurden verbessert.
  • Die Aufteilung von Gastronomie, Lebensmittelhandel und Lebensmittelhandel mit Nebenrechten wurde klar geregelt.
  • Bezirke können regionale Anforderungen berücksichtigen.

Video: Wiens Märkte werden noch attraktiver

Am 1. Oktober 2018 trat eine neue Marktordnung in Wien in Kraft. Ziele der neuen Verordnung sind unter anderem der Schutz des Lebensmittelhandels sowie klar definierte Kernöffnungszeiten im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten. Auch viele Anregungen der Standlerinnen und Standler wurden in der Begutachtungsphase übernommen. Die Regelungen sollen die Märkte als Nahversorger und Ort der Begegnung stärken.


Neue Marktordnung im Wortlaut

Mehr Autonomie für die Bezirke

In Wien gibt es 17 fixe und 5 temporäre Märkte mit 738 Ständen und wöchentlich rund 360.000 Besucherinnen und Besuchern. Aber kein Markt gleicht dem anderen. Bezirke erhalten künftig mehr Möglichkeiten, den unterschiedlichen regionalen Anforderungen gerecht zu werden.

Neuregelungen

  • Öffnungszeiten:
    • Verpflichtende Kernöffnungszeiten von Dienstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr, am Samstag von 8 bis 12 Uhr
    • Ausweitung der maximalen Rahmen-Öffnungszeiten:
      • Lebensmittelhandel: von Montag bis Freitag bis 21 Uhr, am Samstag bis 18 Uhr
      • Gastronomiebetriebe: von Montag bis Samstag bis maximal 23 Uhr
      • Die Bezirke können auf örtliche Gegebenheiten (zum Beispiel AnnrainerInnen-Schutz) eingehen.
  • Festlegung klarer Quoten:
    • Maximal 40 Prozent Gastro
    • Maximal 40 Prozent Lebensmittelhandel mit Nebenrechten: Der Handelsschwerpunkt muss klar auf dem Lebensmittelhandel und nicht auf der Ausschank und Verabreichung liegen.
    • Mindestens 20 Prozent Lebensmittel, Waren aller Art und Dienstleistungen
    • Die Bezirke können innerhalb dieses Rahmens die Aufteilung pro Markt individuell festlegen.
    • Flächen für karitative Zwecke und Kultur, konsumfreie Zonen: Die Einrichtung wird von der Stadt unterstützt.
  • Rauchverbot in Innenräumen
  • Verbot des Verkaufs von Käfigeiern und Tierpelzen
  • Neuregelung der Vergaben:
    • In bestehende Verträge wird nicht eingegriffen.
    • Pachtverträge können um weitere 10 Jahre verlängert werden. Klare Kriterien definieren, welche Verstöße zur Ablehnung einer Verlängerung führen (Unzuverlässigkeit, Missachtung der Öffnungszeiten, fehlende Zahlungsmoral).
    • Weitergabe:
      • Die Weitergabe an direkte Nachkommen, also Kinder und Enkelkinder, wird ermöglicht.
      • Um langfristige Investitionen durch die Unternehmen zu erleichtern, wird die Befristung bei Weitergabe für die nächsten Pächterinnen und Pächter auf 20 Jahre verlängert.
  • Verkauf: Unternehmerinnen und Unternehmer können ihre Firma auch weiterhin verkaufen. Die Marktordnung regelt nur und ausschließlich die Weitergabe des Stand-Gebäudes, aber nicht den Verkauf der Firma.

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