Neue Marktordnung für lebendige Märkte

  • Die Öffnungszeiten werden verbessert.
  • Die Aufteilung von Gastronomie, Lebensmittelhandel und Lebensmittelhandel mit Nebenrechten wird klar geregelt.
  • Ablösen und Weitergaben erfolgen transparenter.
  • Bezirke können regionale Anforderungen berücksichtigen.

Die Eckpunkte für eine neue Marktordnung in Wien wurden präsentiert. Sie soll am 1. Oktober 2018 in Kraft treten. Ziel der neuen Verordnung sind eine Vereinfachung und eine Entbürokratisierung im Sinne der Standlerinnen und Standler. Sie soll die Märkte als Nahversorger und Ort der Begegnung stärken.

Neue Marktordnung im Wortlaut

Die neue Marktordnung liegt für 8 Wochen zur Begutachtung auf. Wenn Sie dazu Fragen haben, können Sie diese bis 20. August 2018 an die E-Mail-Adresse post@ma36.wien.gv.at schicken.

Neuregelung der bisherigen Grauzonen

Video: Wiens Märkte werden noch attraktiver

Der Lebensmittelhandel auf den Märkten ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Es entstanden immer mehr Gastronomiebetriebe, die den Lebensmittelhandel nur noch der Form halber betrieben. Denn im Rahmen von sogenannten Nebenrechten dürfen Lebensmittelhändlerinnen und -händler bis zu 8 "Verabreichungsplätze" betreiben.

Für Gastronomie, Lebensmittelhandel sowie der neu geschaffenen Kategorie Lebensmittel mit Nebenrechten werden durch die neue Marktordnung klare Quoten festgelegt.

Mehr Autonomie für die Bezirke

In Wien gibt es 17 fixe und 5 temporäre Märkte mit 738 Ständen und wöchentlich rund 360.000 Besucherinnen und Besuchern. Aber kein Markt gleicht dem anderen. Bezirke erhalten künftig mehr Möglichkeiten, den unterschiedlichen regionalen Anforderungen gerecht zu werden.

Eckpunke

  • Öffnungszeiten:
    • Verpflichtende Kernöffnungszeiten von Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr, am Samstag von 8 bis 12 Uhr
    • Ausweitung der maximalen Rahmen-Öffnungszeiten:
      • Lebensmittelhandel: von Montag bis Freitag bis 21 Uhr, am Samstag bis 18 Uhr
      • Gastronomiebetriebe: von Montag bis Samstag bis maximal 23 Uhr
      • Die Bezirke können auf örtliche Gegebenheiten (zum Beispiel AnnrainerInnen-Schutz) eingehen.
  • Festlegung klarer Quoten:
    • Maximal 40 Prozent Gastro
    • Maximal 40 Prozent Lebensmittelhändler mit Nebenrechten: Der Handelsschwerpunkt muss klar auf dem Lebensmittelhandel und nicht auf der Ausschank und Verabreichung liegen.
    • Mindestens 20 Prozent Lebensmittel, Waren aller Art und Dienstleistungen: Die Bezirke innerhalb dieses Rahmens können pro Markt die Aufteilung individuell festlegen.
    • Flächen für karitative Zwecke und Kultur, konsumfreie Zonen: Die Einrichtung wird von der Stadt unterstützt.
  • Rauchverbot in Innenräumen
  • Verbot des Verkaufs von Käfigeiern und Tierpelzen
  • Neues, transparentes Tarifmodell:
    • Lebensmittelhandel: Tarife bleiben unverändert.
    • Lebensmittelhändler mit Nebenrechten: neuer Tarif, der zwischen Gastronomie und Lebensmittelhandel liegt.
    • Gastronomie: plus 10 Prozent. Grundsätzlich sind die Preise für Gastronomiebetriebe am Markt äußerst niedrig. Die letzte Erhöhung gab es 2006.
  • Bezahlung der Schanigärten künftig nach Saison
  • Neuregelung der Vergaben:
    • Kein Eingriff in bestehende Zuweisungen
    • Bei Neuvergabe wird die Zuweisung auf 15 Jahre beschränkt.
    • Nach einer Prüfung besteht die Möglichkeit der Verlängerung.
  • Kampf gegen illegale Ablösen: Ablöse ist nur für nachweisbare Investitionen möglich. Bei illegalen Ablösen drohen Strafen.

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