Obst-, Gemüse- und Blumengroßmarkt - Geschichte der Wiener Märkte

Historisches Schwarz-Weiß-Foto: großer Platz, mit Menschen, die ihre Ware an improvisierten Ständen anbieten, dazwischen Pferdefuhrwerke

Der Großmarkt 1936

Die Wurzeln des Großmarkts lassen sich bis in die Zeit der Monarchie zurückverfolgen. 1916 sollte Wien einen neuen Viktualienmarkt - also Lebensmittel-Großmarkt - erhalten. Da man sich nicht für einen endgültigen Standort entscheiden konnte, wählte man zunächst den stadtauswärts an den Naschmarkt anschließenden überwölbten Bereich des Wienflusses aus. Hier wurde mangels eines Gleisanschlusses fast ausschließlich Obst und Gemüse aus dem Inland verkauft.


Ausländische Ware wurde auf dem dafür nicht vorgesehenen Matzleinsdorfer Frachtenbahnhof umgeschlagen, der infrastrukturell nicht dafür geeignet war.


Großmarkt in Inzersdorf

Luftansicht des Großmarkts: Zufahrtstraßen, Hallen

Auf 400.000 Quadratmetern entsteht der Großmarkt Inzersdorf.

Dieses Provisorium hatte über 50 Jahre Bestand. Dann wurde beschlossen, am Südrand Wiens in Wien-Inzersdorf einen Großmarkt für Obst und Gemüse zu errichten. Auch der bis dahin in einer Markthalle im 4. Bezirk, der Phorushalle, untergebrachte Blumengroßmarkt wurde dorthin verlegt.

Auf einem verkehrsmäßig günstig gelegenen Grundstück wurde mit einem Kostenaufwand von etwa 37 Millionen Euro die neue Anlage geschaffen. Baubeginn war im April 1969.

Am 26. November 1969 wurde die circa 3.500 Quadratmeter große Verkaufshalle für den Großhandel mit Blumen als Blumenhalle eröffnet. Die Eröffnung des Gesamtareals des Großmarktes Wien-Inzersdorf, heute Großmarkt Wien, erfolgte am 30. Oktober 1972. Im Jahr 1987 wurde der Blumengroßmarkt auf rund 10.000 Quadratmeter vergrößert.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Marktservice & Lebensmittelsicherheit (Magistratsabteilung 59)
Kontaktformular