Markt Am Hof - Geschichte der Wiener Märkte

Der Platz "Am Hof" begann sich um etwa 1280 als Marktplatz zu entwickeln. Davor hatte sich die Babenberger-Residenz der Habsburger an dieser Stelle befunden. Nachdem diese ihren neu errichteten Sitz im Bereich der Hofburg bezogen hatten, konnten "Am Hof" Märkte abgehalten werden.

Historisches Schwarz-Weiß-Foto: Markttreiben auf einem großen Platz

Markttreiben um 1890

Fischmarkt

Im 14. Jahrhundert etablierte sich "Am Hof" der Seefisch- und Krebsmarkt. In einem Schriftstück von 1418 findet sich ein Hinweis, dass Seefisch so wie bisher am "Vischmarkt am Hof" und nicht am Fischmarkt (Hoher Markt) verkauft werden sollte. Andere Lebensmittel wie Obst und Gemüse oder Backwaren wurden "Am Hof" ebenfalls angeboten.

Entwicklung zum Antiquitätenmarkt

Durch die Regierungsverordnung aus dem Jahr 1753, die sich eine Bereinigung des Wiener Marktwesens zum Ziel gesetzt hatte, wurde der Grünzeugmarkt an das Schanzl - einen Uferabschnitt der Donau zwischen der heutigen Augarten- und der Schwedenbrücke - verlegt.

15 Jahre später wurde der Fischmarkt an den Donaukanal verlegt. "Am Hof" verblieb der Verkauf von Backwaren sowie bis in die Zwischenkriegszeit ein Obstmarkt. Auch der Christkindlmarkt war zeitweise dort beheimatet.

Heute wird zwischen März und Weihnachten zu den Wochenenden der Antiquitätenmarkt abgehalten.


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