Umfrage zum Musikbildungsangebot in Wien

Die Umfrage über das Musikschulangebot in Wien brachte das erfreuliche Ergebnis, dass der Versorgungsgrad an Musikunterricht in Wien viel höher ist als vermutet.

Veranschaulichungsgrafiken: Rund 74 Prozent der SchülerInnen lernen kein Instrument, rund 26 Prozent lernen ein Instrument.

Rund ein Viertel der befragten SchülerInnen lernt ein Musikinstrument. Ein Drittel davon lernt mehr als ein Instrument.

Um sich ein Bild vom derzeitigen Angebot an Musikunterricht in Wien zu machen, gab die Abteilung Bildung und außerschulische Jugendbetreuung (MA 13) eine Umfrage in Auftrag. Sie geht der Frage nach, wie Kinder und Jugendliche das musikalische Bildungsangebot wahrnehmen.

Die MA 13 ist unter anderem für die Führung der Musikschule Wien sowie für die Förderung und Qualitätssicherung privater Wiener Musikausbildungseinrichtungen zuständig.

107 Wiener Schulen beteiligt

Die Befragung fand in der Zeit von Oktober 2011 bis Februar 2012 in Zusammenarbeit mit dem Stadtschulrat statt. Rund 10.000 Fragebögen an 107 Wiener Schulen wurden ausgegeben, davon wurden rund 79 Prozent retourniert. Die Konzeption, Auswertung und Analyse der Fragebögen wurde von ICG Integrated Consulting Group, einem der führenden Beratungsunternehmen in Österreich, durchgeführt.

Auswahl an Ergebnissen

  • Zahl von SchülerInnen, die Musik- oder Singunterricht besuchen:
    • Von 7.736 Schülerinnen und Schülern, die an der Umfrage teilgenommen haben, lernen 2.035 ein Musikinstrument. Das sind 26 Prozent der Befragten. Rund ein Drittel davon lernt mehr als ein Instrument. Rund ein Zehntel der Schülerinnen und Schüler nimmt Singunterricht.
  • Geschlecht:
    • Etwa gleich viele Mädchen wie Buben lernen ein Instrument. Etwas mehr Mädchen als Buben nehmen Singunterricht.
  • Altersgruppen und Instrumentalunterricht:
    • Die größte Gruppe der Schülerinnen und Schüler, die ein Instrument lernen, ist elf bis 14 Jahre alt (27,8 Prozent). Es folgen die Gruppen der Sechs- bis Zehnjährigen (27,2 Prozent), der 15- bis 18-Jährigen (23,4 Prozent) und der über 19-Jährigen (15,8 Prozent).
  • Instrumentalunterricht und Schultypen:
    • Besonders hoch ist der Anteil an Schülerinnen und Schülern, die ein Instrument lernen, in folgenden Schultypen: Mittlere und höhere Anstalt der Lehrer- und Erzieherbildung (87,6 Prozent), AHS (34,8 Prozent), Volksschule (27,2 Prozent) und Neue Mittelschule (24,4 Prozent).
  • Einzel- und Gruppenunterricht:
    • Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler, die Instrumental- und/oder Singunterricht nehmen, hat Einzelunterricht. Je älter Schülerinnen und Schüler sind, desto eher werden sie einzeln unterrichtet. Umgekehrt ergab die Umfrage, dass jüngere Schülerinnen und Schüler eher in der Gruppe unterrichtet werden. Schülerinnen und Schüler, die Privatunterreicht nehmen, werden eher einzeln unterrichtet. An der Musikschule wählen die meisten Schülerinnen und Schüler eine Kombination aus Einzel- und Gruppenunterricht.
  • Privatunterricht und Unterricht in öffentlichen Schulen:
    • Mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler (53 Prozent), die Instrumental- oder Singunterricht nehmen, wird privat unterrichtet. 41 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die Instrumental- oder Singunterricht nehmen, gehen in eine Musikschule (private oder öffentliche Musikschule). Sechs Prozent nehmen den Unterricht in der Volkshochschule.

Die Ergebnisse der Umfrage fließen in die Gestaltung des musikalischen Bildungsangebotes der Stadt Wien ein.

Download

Umfrage: 956 KB PDF

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Bildung und außerschulische Jugendbetreuung (Magistratsabteilung 13)
Kontaktformular