Frauennotruf-Forum

  #1  
Alt 04.10.2011, 17:30
Benutzerin
 
Registriert seit: 04.10.2011
Beiträge: 2

Tochter will zurück zu mir


Hallo!

Leider wird es wohl ein bisschen lang, da es sich grob um die letzten 7 Jahre handelt.
Ich bin Mutter einer bald 17-jährigen Tochter und lebe seit Jahren getrennt vom Vater.

Kurz zur Vorgeschichte: Meine Tochter wohnt seit sie 11 ist beim Vater.
Meine Tochter wurde schon in der Volkschule gemobbt ala sie ist ja dumm und kann nichts. Deswegen war Schule für sie immer wie ein roter Faden. Letztendlich ist sie nur noch abgestürzt. Der Vater und seine Eltern meinten, das besser im Griff zu haben, worauf wir gemeinsam mit meiner Tochter beschlossen einen Schulwechsel zu machen und sie von nun an beim Papa leben soll.
Das ganze ging 2-3 Jahre gut, als sie mich zitternd und nervlich am Ende anrief. Die Großeltern würden dauernd auf ihr rumhacken, ständig steht sie als Lügnerin da, keiner glaubt ihr was, (weswegen sie auch keinem mehr sagte, wie es ihr eigentlich geht oder was sich in ihrem Leben so tut) u.s.w. Sie hatte auch Probleme mitn Vater und wollte damals zu mir.

Alles kein Problem. Sie zog dann zu mir, allerdings sträubte sie sich in die Schule zu gehen. Ich war damals krankheitsbedingt ziemlich labil und musste ständig in der Schule vorsprechen. Bis ich eines Tages sagte, dass sie zum Papa zurückgehen soll, weil es für mich extrem belastend war. Daraufhin nahm sie reißaus und ich musste sie mit der Polizei suchen.
Jedenfalls schaltete ich dann freiwillig das Jugendamt ein und es gab auch ein Gespräch in der Schule. Letztendlich führte es dazu, dass meine Tochter wegen meiner Labilität zum Vater zurück musste. Lieber hätte ich meine Kleine Pflegeeltern gegeben als zum Vater zurück. Da ihr Verhalten sehr zurückziehend und komisch war, und ich dem Jugendamt auch sagte...dass ihr Vater früher gewalttätig war, ich aber nun nicht wüsste wie es darum steht. Das war ja einer der größten Gründe, warum ich die Beziehung beendet habe und ich auch davon krank wurde.
*staun* Das wurde nicht wirklich ernst genommen damals und so ausgelegt, als würde ich den Vater nur schlecht reden wollen.

Nun zum heutigen Zustand: Meine Tochter will wieder zurück zu mir.
Kleinweise bekam ich heraus, dass der Vater sie vor Jahren würgte und auch öfters geschlagen hat. Sie sagte, ihr würde das heute noch nachhängen. Und damit das nicht schon genug ist, bietete er ihr Drogen an und verleitete sie zur Verschwiegenheit. Ganz besonders mir dürfte sie nichts sagen. Hat sie aber trotzdem, weil sie mir vertraut.
Allgemein behandelt er sie wie einen Sklaven. Sie darf nicht mitentscheiden, nicht mal wenn es um sie selbst geht. Der Vater stellt eigene Regeln auf, die für sie gelten aber für ihn nicht. z.B Lügen. Sie ist in Sachen involviert, wo sie den Mund halten soll, weil der Vater lügt und andere das nicht wissen dürfen.
Durch den psychischen Terror der Großeltern hat sie eine Essstörung bekommen, da die ständig am Gewicht rumhackten und irgendwann selbst Freunde und Bekannte des Vaters und der Großeltern sie drauf ansprachen. Ich möchte erwähnen, dass meine Tochter normalgewichtig ist!
Sie hatte mit den Großeltern viel zu tun, da der Vater seine Erzieherrolle abschob. Hausaufgaben wurden nur mit den Großeltern gemacht, u.s.w.

Problem bei der ganzen Sache ist, ich möchte das natürlich am Jugendamt anzeigen. Allerdings sträubt sich meine Tochter. Sie liebt ihren Vater ja trotz allem und will ihm keine Probleme bereiten. Noch dazu hat sie Angst, solange sie noch bei ihm wohnt. Sie meinte, wenn das öffentlich wird, besonders vor einem 3er Gespräch am Jugendamt wüsste sie nicht, ob sie da drauf eingehen kann und lieber den Mund hält.
Ich mache mir aber Sorgen um sie. Der Vater hat die Drogen zu Hause gehortet und meine Tochter bediente sich mittlerweile ohne sein Wissen davon. Bis sie mir vor kurzem erzählte, dass sie ohne nicht mehr schlafen könne. Es handelt sich dabei um Hasch und Gras.

Das ist für mich eine verdammte Zwickmühle. Und ich bin natürlich auch verunsichert, da damals das Jugendamt mich nicht ernst nahm. Wie soll das ohne Rückhalt meiner Tochter am JA angezeigt werden?
Noch dazu befürchte ich, dass sie mit ihrer Angst und Verschwiegenheit bereits in einer sogenannten "Co-Abhängigkeit" feststeckt. Ich finde es auch krass, dass sie durch das Verhalten des Vaters zum Lügen gezwungen wird.
Auch möchte sie keine Therapie machen wegen den Schlägen, da es ihr unangenehm ist und sie meint, dass wäre ja schon alles Jahre her. Sie bagatellisiert das, obwohl sie darunter leidet.

Was kann ich tun? Wie kann ich dem JA verständlich machen, dass es sich um die Wahrheit handelt und nicht um Rache oder ausgedachten Lügen, wenn ich am Ende dafür alleine kämpfe ohne Tochter? Wie kann ich meiner Tochter die Angst nehmen?
Ich will sie schützen und für mich war das so ziemlich ein Schock. Solang sie noch beim Vater ist und befürchtet, dass er ausrasten könnte, halte ich mich im Hintergrund. Aber wie soll ich sie zu mir holen, wenn sie den Mund nicht aufkriegt und wir das sowieso dem JA melden müssen wegen Umzug? Ich bin echt verzweifelt.

Liebe Grüße
Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

Gehe zu



Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2014, Jelsoft Enterprises Ltd.
Verantwortlich für diese Seite:
Frauennotruf der Stadt Wien (Magistratsabteilung 57)
Kontaktformular