Inklusion, Integration und Sonderpädagogik in Wien

Für jene Kinder, die aufgrund einer physischen oder psychischen Behinderung dem Unterricht in der Volksschule oder Neuen Mittelschule/Wiener Mittelschule beziehungsweise in der Polytechnischen Schule nicht folgen können, werden in Wien verschiedene Betreuungsmöglichkeiten angeboten.

Schulische Inklusion

Schulische Inklusion umfasst ein differenziertes Schulsystem, das allen Kindern und Jugendlichen den Zugang ohne Diskriminierung und Barrieren ermöglicht. Jede Schülerin und jeder Schüler hat Anspruch auf Förderung durch qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen.

Das Bildungssystem ergreift für alle Formen der Diversität sowie für jede Behinderung und Beeinträchtigung angemessene Vorkehrungen, um gleichberechtigten Zugang zu einem integrativen, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Volksschulen und weiterführenden Schulen zu gewährleisten.

Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik (ZIS)

ZIS sind Kompetenz- und Beratungszentren für Inklusion, Integration und Sonderpädagogik und decken je nach speziellem Standortprofil verschiedene Formen von Diversität ab.

Spezialisierungen von Schulstandorten auf ausgewiesene Behinderungsarten sind möglich, ohne den Gedanken von Inklusion zu beeinträchtigen, da alle Schularten und alle Lehrpläne, von der Volksschule, der Mittelschule, der Sonderschule bis zur Polytechnischen Schule in Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik unterrichtet werden können.

Die Klassen können nach verschiedenen Schularten, zum Beispiel auch nach der Schulart Volksschule oder Neue Mittelschule geführt werden.

Sonderschulen

Die Sonderschule als Schulart wird in den Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik integriert fortgeführt und um inklusive Aspekte erweitert. In Wien gibt es neun verschiedene Sonderschulsparten.

Diversität

Diversität ist an jedem Schulstandort gelingend zu gestalten und im Alltag zu verwirklichen. Individuelle Lösungen und Unterschiede müssen immer zum Vorteil des jeweiligen Kindes auf der Basis einer gerechten Institution nach John Rawls gestaltet sein. Die Möglichkeiten richten sich nach dem Gesamtausmaß aller angemessenen Vorkehrungen, gemäß § 2 der UN-Konvention „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“.

Entscheidend ist, dass keine Ausbildung zu einer Bildungssackgasse wird und im schulischen System immer an den Leistungsstand des Kindes oder des Jugendlichen angeknüpft werden kann. Zahlreiche Nachqualifizierungsmaßnahmen beweisen die Erfolge inklusiver sonderpädagogischer Interventionen, wenn Entwicklungsrückstände von speziell ausgebildeten Lehrpersonen in aufbereiteten didaktischen Settings ausgeglichen werden können und individuelle Erfolge, ausgedrückt in den Abschlusszeugnissen mit verschiedenartigen Berechtigungen, erreicht werden können.

Kontakt

Weitere Auskünfte erteilen für den Bereich der Pflichtschulen die Inspektionskanzleien des 17. IB, Telefon 01 525 25-77197 und des 18. IB, Telefon 01 525 25-77177.

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