"Respekt: Gemeinsam Stärker" - Präventionsprogramm an Wiener Schulen

Video: Wien startet Präventionsprogramm für Wiens Schulen

Die Stadt Wien startet ein großes Präventionsprogramm "Respekt: Gemeinsam Stärker" für Wiener Schulen. Damit soll gezielt den Herausforderungen im Schulalltag begegnet werden: Abwertung aufgrund von Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung, Religion oder Weltanschauung, Vorurteilen, Mobbing, Spannungen und Konflikten im Klassenzimmer, Diskriminierungserfahrungen oder Hass im Netz.

Das Programm setzt gleichermaßen bildungs-, integrations- und frauenpolitische Akzente. Ziel ist es, die Jugend- und Integrationsarbeit sowie Frauen- und Mädchenförderung an den Schulen zu stärken.

Das Programm wird bis Sommer 2019 entwickelt und im Laufe des Schuljahres 2019/2020 in Neuen Mittelschulen und Polytechnischen Schulen in einer Pilotphase getestet.

Bürgermeister Michael Ludwig: "Hinter dem Präventionsprogramm steht die Überzeugung, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern als SchulpartnerInnen gemeinsam stärker sind. Damit wollen wir alle SchulpartnerInnen nach ihren Bedürfnissen bestmöglich unterstützen."

Gemeinderätin Birgit Hebein: "Wir wollen genau dort hinschauen, wo es manchmal wehtut: Dorthin, wo es Spannungen, Diskriminierungen und Abwertungen im sozialen oder religiösen Bereich, bei den Geschlechterrollen oder woanders gibt. Diese Probleme an der Wurzel zu packen und zu lösen, ohne rassistische Scheindebatten.".

Stärkung von Mädchen und Burschen als Schwerpunkt

Im Mittelpunkt steht die Schule als Bildungs-, Entfaltungs- und Schutzraum für Schülerinnen und Schüler. Das Programm soll Maßnahmen und Projekte beinhalten, die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihre individuellen Stärken unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen oder religiösen Herkunft wahrzunehmen.

Es soll Raum für Austausch, Fragen, Anliegen, Konflikte und Probleme geben sowie Mädchen und Burschen über Beratungsangebote informieren.

LehrerInnen und Eltern einbeziehen

Für ein gelingendes Miteinander braucht es aber auch die Mitwirkung von LehrerInnen und Eltern. Daher beinhaltet das Programm Angebote zur Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern. Die Eltern sollen als Bildungspartner einbezogen werden. Nicht zuletzt wird das Unterstützungsnetzwerk für Schulen mit besonderen Herausforderungen durch zusätzliche Ressourcen und Expertise von internen und externen PartnerInnen erweitert.

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