Start ins neue Lehrjahr

Wien startete im September 2017 in das neue Lehrjahr. Bund und Stadt sichern jährlich 4.000 Lehrstellen, davon 2.000 in der überbetrieblichen Lehrwerkstätte und der spacelab-Produktionsschule Wien.

Junger Mann mit Augenschutz beim Schweißen

Anfang September 2017 begann nicht nur das neue Schuljahr, sondern auch ein neues Lehrjahr. Jährlich entscheiden sich rund 5.000 junge Wienerinnen und Wiener nach der Pflichtschule für eine Lehrausbildung. Das sind 30 Prozent der rund 16.700 Jugendlichen, die pro Jahr die Pflichtschule beenden.

Wirtschafts- und Finanzstadträtin Renate Brauner: "Eine gute Berufsausbildung ist heute das Um und Auf für eine erfolgreiche Berufslaufbahn und damit für ein Einkommen, von dem man leben kann. Deswegen ist es mir ganz wichtig, dass alle jungen Wienerinnen und Wiener die gleiche Chance auf einen guten Start in den Beruf haben. Mit der Wiener Ausbildungsgarantie stellen wir sicher, dass alle, die eine Lehre machen wollen, auch einen Ausbildungsplatz bekommen."

Sicherung von 4.000 Lehrstellen pro Jahr

Die Lücke zwischen lehrstellensuchenden Jugendlichen und Betrieben, die ausbilden, klafft nach wie vor auseinander. Bund und Stadt Wien sichern im aktuellen Ausbildungsjahr mit über 70 Millionen Euro 4.000 Lehrstellen.

Im Herbst 2017 begannen fast 1.000 Jugendliche ihr erstes Lehrjahr in einer sogenannten überbetrieblichen Lehrwerkstätte. Ziel ist es, dass die Jugendlichen von dort auf eine reguläre Lehrstelle in einem Betrieb wechseln. Sie können in der überbetrieblichen Lehrwerkstätte aber auch die gesamte Lehrausbildung absolvieren.

Mit der spacelab-Produktionsschule werden außerdem jährlich rund 1.000 Jugendliche unterstützt, die es schwer haben, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Sie haben zum Beispiel Schule oder Lehre abgebrochen. Die spacelab-Produktionsschule wird von waff und Sozialministeriumservice finanziert.

Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit

Mithilfe der Wiener Ausbildungsgarantie und ihren umfassenden Unterstützungsangeboten konnte der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit erfolgreich eingedämmt werden.

So ist 2016 die Jugendarbeitslosigkeit bei den 15- bis 19-Jährigen um 5,3 Prozent auf 2.166 Jugendliche im Vergleich zu 2015 zurückgegangen.

Bei den 15- bis 24-Jährigen war es ein Minus von 2,2 Prozent auf 14.301 Jugendliche im Vergleich zu 2015.

Auch die Arbeitsmarktdaten von Juli 2017 verdeutlichen diese positive Entwicklung: Im Vergleich zum Juli 2016 ging die Zahl der arbeitslosen 15- bis 19-Jährigen um 21,4 Prozent auf 1.536 Jugendliche zurück. Die Zahl der 15- bis 24-Jährigen ohne Job verringerte sich um 10,7 Prozent auf 11.839 Jugendliche.

Team der Kümmer-Nummer berät

Das Team der Kümmer-Nummer berät unter der Telefonnummer 0800 20 20 22 Jugendliche, Eltern und weitere Angehörige sowie Lehrerpersonal bei allen Fragen rund um Lehre und Beruf.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten Jugendliche, die nach einer Lehrstelle oder einem Ausbildungsplatz suchen. Auch Jugendliche, die mit ihrer Lehre oder Schulausbildung unzufrieden sind, können sich bei der Kümmer-Nummer Rat holen.

Jährlich wenden sich rund 1.000 Anruferinnen und Anrufer an die Hotline. Die Beratung an der Kümmer-Nummer ist anonym und kostenlos.

Kümmer-Nummer - waff

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