Schulstart in Wien

  • Am 2. September 2019 hat für fast 240.000 Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr begonnen.
  • 17.000 Kinder werden eingeschult.
  • Es wurden 6 Schulen erweitert, 34 Schulen saniert und ein neuer Bildungscampus gebaut.
  • Das WLAN wird ausgebaut.
  • Es wird zusätzliche Unterstützung angeboten.

Schulerweiterungen

Ein Mädchen hält eine Schultüte

Die Offene Volksschule Korbgasse in Liesing steht stellvertretend für 6 erweiterte Schulen, die heuer fertig geworden sind. Die Volksschule wurde um 8 Klassenräume, 2 Freizeitklassen, 4 Zusatzräume für Integration, einen Gymnastiksaal, eine Zentralgarderobe, eine Ausgabeküche und einen Speisesaal erweitert. Im bestehenden Gebäude wurde für die Schülerinnen und Schüler eine Bibliothek geschaffen.


Bürgermeister Michael Ludwig und Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky:

Wir schaffen allein heuer über 100 neue Klassen in ganz Wien und investieren insgesamt 170 Millionen Euro.

Ein weiteres Projekt konnte in der Jochbergengasse in Floridsdorf fertig gestellt werden - hier ist ein neues Schulzentrum entstanden: So wurde die bestehende Volksschule um 7 Räume für Klassen- und Hortnutzung erweitert. Weiters ist an diesem Standort auch die Polytechnische Schule inklusive Fachmittelschule aus der Dr.-Albert-Geßmann-Gasse übersiedelt - sie hat 12 neue Klassen, Werkstätten, einen Verwaltungsraum, eine Bibliothek und EDV-Säle bekommen. Gemeinsam mit der Neuen Mittelschule bilden die Schulen das Schulzentrum Jochbergengasse.

In der Mittelgasse in Mariahilf wurde im Sommer ein Zubau in Form von Modulen mit neuen Klassen, Turnsaal, Küche und Speisesaal fertig gestellt. Darüber wurde in der Markomannengasse in Donaustadt ein Schulzubau in modularer Holzbauweise mit 16 neuen Klassen geschaffen und in Simmering die Sanierung und die Erweiterung von 2 Schulen inklusive neuer Null-Energie-Turnsäle abgeschlossen.

Bildungscampus

In Betrieb geht im September 2019 auch Wiens 7. Bildungscampus: In der Berresgasse in Donaustadt ist ein Campus mit einem 12-gruppigen Kindergarten, einer 17-klassigen Ganztagsvolksschule und einer 12-klassigen ganztägigen Neuen Mittelschule entstanden.

WLAN-Ausbau und Digitalisierung

Der WLAN-Ausbau an Pflichtschulen ist bereits im Sommer 2019 gestartet und wird im neuen Schuljahr vorangetrieben. Heuer fließen 3 Millionen Euro in den Ausbau, das Gesamtprojekt "Schule Digital" wird insgesamt 40 Millionen Euro an Investitionen mit sich bringen.

Über den Sommer wurde an 7 Pilot-Standorten in den Bezirken 3, 7, 10, 19 und 22 gestartet. Insgesamt werden von dem Projekt 126 Schulen (94 Neue Mittelschulen, 10 Polytechnische Schulen und 22 Berufsschulen) mit rund 51.000 Schülerinnen und Schülern profitieren.

Darüber hinaus bleibt auch für die Wiener Bildungsdirektion das Thema Digitalisierung ein wichtiges Thema. So ist geplant, den im Vorjahr gestarteten BildungsHub Wien weiter auszubauen: Auf der Plattform BildungsHUB.wien werden erfolgreiche Wiener Schulprojekte präsentiert. Gleichzeitig wird den Wiener Lehrerinnen und Lehrern damit eine Hilfestellung bei der Umsetzung neuer Projekte ermöglicht. Zusätzlich zum virtuellen Hub wurde in den Räumlichkeiten der Bildungsdirektion ein öffentlich zugänglicher Ausstellungs- und Medienraum eingerichtet. Dort werden eigene Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen für Lehrpersonal, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler durchgeführt.

Unterstützung für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern

Wichtige Unterstützungsleistungen für die Schulen sind auch für das kommende Schuljahr gesichert und werden weitergeführt.

Das betrifft die mobilen interkulturellen Teams (MIT) sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter aus dem vom Bund finanzierten Integrationstopf, die an den Schulen sehr erfolgreich im Einsatz waren. Ihre Arbeit wird fortgesetzt. Dazu wird es eine Aufteilung der Kosten zwischen der Stadt Wien und dem Bildungsministerium geben.

Gut eingespielt hat sich bereits vor dem Sommer auch der Einsatz der Schulkooperationsteams an Schulen: 20 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen im Bereich der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik zur Verfügung. Sie sind Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Lehrerinnen und Lehrer, arbeiten aber auch direkt mit betroffenen Familien. Treten Probleme im Schulalltag auf, wird ein gezieltes Unterstützungsangebot gesucht, zum Beispiel sozialpädagogische Beratung im Familienzentrum, Elterntrainingsrunden oder psychologische Hilfe.

Viel genutzt wird weiterhin auch die Hotline für Lehrerinnen und Lehrer bei Konflikten im Klassenzimmer Sie ist als dauerhafte Einrichtung in der Wiener Bildungsdirektion angesiedelt und bietet unter der Nummer 01 525 25-777 77 Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr direkt, rasch und anonym Hilfestellung. Im Schuljahr 2018/2019 haben sich 187 Personen an die Hotline gewandt.

Schließlich gibt es wieder Starthilfe für Schülerinnen und Schüler: Um Familien finanziell zu entlasten, hat Wien auch für das Schuljahr 2019/2020 einen Warenkorb geschnürt. Alle öffentlichen und privaten allgemein bildenden Wiener Pflichtschulen bekommen von der Stadt Geld, um Schulmaterialien, zum Beispiel Hefte, Bleistifte, Dreiecke, Zirkel, Materialien für den Handarbeitsunterricht oder für das technische Werken, anzuschaffen. Pro Schuljahr investiert die Stadt insgesamt 4 Millionen Euro in Schulmaterialien.

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