Wien etabliert "Alles gurgelt!" an Schulen

Mit dem Schulstart am 6. September 2021 wurde das bewährte PCR-Testprogramm "Alles gurgelt!" flächendeckend auf alle Wiener Schulen ab der 5. Schulstufe ausgeweitet.

Als ersten wichtigen Schritt, um Infektionen schon vor Schulbeginn frühzeitig zu erkennen, ruft die Stadt zu Tests nach der Rückkehr aus dem Urlaub auf.

Vizebürgermeister Wiederkehr: "Wir sehen, dass es in einigen Urlaubsländern relativ hohe CoV-Fallzahlen gibt, die auch Jugendliche und Kinder betreffen. Aber auch bei uns steigen die Zahlen derzeit wieder stark an. Ich bitte daher alle Wienerinnen und Wiener, sich und ihre Kinder schon vor dem Start ins neue Kindergarten- und Schuljahr mit 'Alles gurgelt!' testen zu lassen. So können wir unnötige Infektionsketten in den Bildungseinrichtungen verhindern."

Ablauf der Testungen an den Schulen

  • Schülerinnen und Schüler ab der 5. Schulstufe gurgeln mindestens 2-mal pro Woche.
  • Sofern die Probenentnahme nicht im Freien stattfinden kann, ersetzt eine Mundspülung das Gurgeln, um Aerosolbildung zu vermeiden.
  • Am 1. Schultag der Woche muss ein 3-G-Nachweis erbracht werden.
  • Wer nicht geimpft, getestet oder genesen ist, absolviert einen Schnelltest und zusätzlich einen PCR-Test.
  • Mit "Alles gurgelt!" können allerdings auch mehr Tests pro Woche abgegeben werden, weil die Boxen täglich von Montag bis Freitag entleert werden.
  • Die Tests können sowohl von zu Hause über die WebApp als auch am Schulstandort durchgeführt werden.
  • Die Ergebnisse liegen innerhalb von 24 Stunden vor.
  • Nötig ist eine einmalige Registrierung, bei der die SchülerInnen einer Schule bzw. Klasse zugeordnet werden.
  • Die Klassenräume werden regelmäßig gelüftet. Luftfiltergeräte helfen zusätzlich, wenn im Fall von Bauarbeiten natürliches Lüften nicht möglich sein sollte.

Gesundheitsstadtrat Hacker: "Wir arbeiten seit Anfang des Jahres an einer Ausrollung von PCR-Tests für die Wiener Schülerinnen und Schüler. Dieser Schritt ist gerade angesichts der grassierenden Delta-Variante wichtig. Die PCR-Tests schaffen eine ganz andere Sicherheit als die Schnelltests, weil wir Infektionen frühzeitig und auch bei asymptomatischen Fällen erkennen können, was bei vielen Kindern der Fall ist."

Kindergärten: Ausweitung der PCR-Lutscherteststudie

Für die jüngeren Kindergartenkinder wird eine schrittweise Ausweitung der PCR-Lutschertests vorbereitet. Vorerst werden die 5 Standorte, in denen die Studie bereits lief, auf 23 Kindergartenstandorte - jeweils einen pro Bezirk - ausgedehnt. Dies betrifft sowohl städtische als auch private Kindergärten. "Alles Gurgelt" kann und soll auch jetzt schon von älteren Kindergartenkindern (4- bis 6-Jährige) mithilfe der Eltern verwendet werden.

Im Kindergarten werden Pädagoginnen und Pädagogen regelmäßig PCR getestet. Eltern, die ihre Kinder in den Kindergarten bringen, müssen in den Räumlichkeiten des jeweiligen Kindergartens eine FFP2-Maske tragen.

Breitflächiges Impfangebot für Jugendliche - auch an Schulen

Neben dem Testkonzept soll die Impfquote beim Bildungspersonal und vor allem unter den Jugendlichen weiter erhöht werden. Aktuell haben rund 30 Prozent der 12- bis 15-Jährigen in Wien zumindest eine Impfung erhalten, bei den 16- bis 19-Jährigen sind es 50 Prozent.

Seit 13. September impft die Stadt mit mobilen Teams in Berufsschulen und an den größten 50 Schulen. Alle weiteren Schulstandorte können sich dort Terminslots für ihre SchülerInnen reservieren.

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