100 zusätzliche Kindergartenplätze für Kinder mit Behinderung

  • 100 zusätzliche Kindergartenplätze für Kinder mit Behinderung bei privaten Trägerorganisationen werden geschaffen.
  • Das Pilotprojekt läuft von Jänner 2020 bis Ende August 2022.
  • Es ermöglicht die Schaffung von Integrationsgruppen mit weniger Kindern pro Gruppe.

Seit 2005 hat sich die Anzahl an Kindergartenplätzen für Kinder mit Behinderung auf insgesamt 2.000 Plätze mehr als verdoppelt.

Für eine Erhöhung des Versorgungsgrads ist es dennoch nötig, das Platzangebot für Kinder mit Behinderung in Kindergärten in Wien weiter auszubauen und auch vermehrt auf private Einrichtungen auszuweiten.

Daher sollen zusätzlich zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts 100 Plätze für Wiener Kinder mit Behinderung in privaten Einrichtungen geschaffen werden.

Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky: "Durch die zusätzliche Förderung von 100 Plätzen schaffen wir ein Angebot für betroffene Familien, das sofort umgesetzt werden kann. Wir werden eng mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, damit das Pilotprojekt ein Erfolg wird."

Schaffung von Integrationsgruppen

Bisher haben private Trägerorganisationen für Kinder mit Behinderung bereits den höchstmöglichen Fördersatz erhalten.

Das Pilotprojekt ermöglicht nun ergänzend die Schaffung von Integrationsgruppen: Private Trägerorganisationen erhalten eine zusätzliche Förderung für den höheren Personal- und Bildungsaufwand sowie den Umstand, dass in Integrationsgruppen weniger Kinder betreut werden dürfen.

Der zusätzlich zur bisherigen Förderung gewährte monatliche Fördersatz beträgt 800 Euro pro Kind mit Behinderung - insgesamt circa 1.400 Euro - und wird jährlich valorisiert.

Voraussetzungen für Trägerorganisationen

Die neuen Plätze werden bei jenen gemeinnützigen Trägerorganisationen zur Verfügung stehen, die auch im Rahmen des Modells "Beitragsfreier Kindergarten" gefördert werden.

Eine weitere Voraussetzung ist das Vorliegen einer behördlichen Betriebsbewilligung für das Führen einer Integrationsgruppe.

Um Integrationsgruppen führen zu können, muss eine Trägerorganisation ein konkretes und fachlich fundiertes pädagogisches beziehungsweise sonderpädagogisches Konzept vorweisen.

Außerdem muss die Trägerorganisation über fachspezifisches ExpertInnen-Wissen, zum Beispiel mit Unterstützung von PsychologInnen, ÄrztInnen und Sonderkindergarten-PädagogInnen, verfügen.

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