Neues Basisbildungsprogramm für zugewanderte Jugendliche

Die Stadt Wien unterstützt Jugendliche beim Erwerb von Grundkompetenzen sowie bei der Berufs- und Bildungsorientierung.

Eine Frau schreibt an eine Tafel.

Die Stadt Wien bietet seit 2018 Jugendlichen zwischen 15 und 21 Jahren, die neu nach Wien zugewandert sind, ein einheitliches Basisbildungsprogramm an. Durchgeführt wird es von Interface Wien. Das Programm "InterSpace" richtet sich insbesondere an bildungsbenachteiligte Jugendliche aus EU- und Drittstaaten. Es hat zum Ziel, dass die Jugendlichen am Ende des Programms einen Schul- oder Ausbildungsplatz haben oder in Beschäftigung sind. 2018 bietet "InterSpace" insgesamt 520 Kursplätze.

Neben dem "Jugendcollege", dem Basis- und Weiterbildungsangebot für jugendliche, nicht mehr schulpflichtige AsylwerberInnen und Asylberechtigte, ist "InterSpace" ein weiterer, wichtiger Mosaikstein in der Wiener Bildungslandschaft für zugewanderte Jugendliche.

Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky

Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky (Mitte)

Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky: "Mir geht es darum, dass junge Menschen schnell auf eigenen Beinen stehen können, sei es durch eine gute Bildung oder einen Job. Wir lassen die Jugendlichen nicht im Stich, egal woher sie kommen. Mit Projekten wie dem Jugendcollege und InterSpace setzt die Stadt Wien daher maßgeschneiderte und zielgruppengerechte Bildungsmaßnahmen für Jugendliche, die Unterstützung beim Erwerb von Grundkompetenzen brauchen."


Ziele

"InterSpace" verfolgt zwei Ziele: Einerseits sollen neben dem Spracherwerb auch die Grundkompetenzen Mathematik, Englisch und digitale Bildung stärker gefördert werden. Andererseits wird ein besonderer Fokus auf zusätzliche Unterstützung bei der Berufs- und Bildungsorientierung gelegt, etwa durch direkte Vermittlung in Praktika, nachhaltige Begleitung und Kontakte zu Betrieben. Darüber hinaus werden auch soziale und kreative Kompetenzen im Rahmen von Mentoring-, Peer- und freizeitpädagogischen Angeboten gestärkt.

Modulares und bedarfsorientiertes Programm

"InterSpace" teilt sich in vier aufeinander aufbauende Module. Ein Einstieg ist, je nach Vorkenntnissen, in jedes Modul möglich. In den aufsteigenden Modulen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich kontinuierlich in sprachlichen, mathematischen, digitalen und sozialen Kompetenzbereichen weiterzubilden sowie die vorhandenen Kenntnisse zu festigen und auszubauen.

Die konkrete Zusammenstellung der Bildungsangebote ist auf die individuellen Bedürfnisse und Vorkenntnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt.

Alle vier Module dauern je vier Monate. Pro Jahr können drei Durchgänge absolviert werden. Es kann direkt von einer Stufe in die nächste gewechselt werden, da alle Stufen gleichzeitig beginnen und enden.

Neben klassischen Kurssettings bietet InterSpace Raum für gemeinsames Lernen (Lernclubs) und gemeinsames Handeln (Freiwilligenprojekte, freizeitpädagogische Angebote). Bei diesen Angeboten kommen auch verstärkt Freiwillige zum Einsatz, die in den Lernclubs und Lernwerkstätten Nachhilfe geben, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begleiten oder in der Berufsorientierungswoche in den Gruppen ihre Berufe vorstellen. InterSpace bietet zudem eine Sozialbegleitung für die Jugendlichen.

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