Bildungscampus Attemsgasse im Endspurt

Die Bauarbeiten des Bildungscampus Attemsgasse in der Donaustatt befinden sich im "Endspurt". Nach zwei Jahren Bauzeit starteten Kindergarten und Schule am 4. September.

Spielplatz vor dem Gebäude des Bildungscampus Attemsgasse

Bildungscampus Attemsgasse

Der Bildungscampus Attemsgasse im 22. Bezirk startete ins erste Kindergarten- und Schuljahr. In nur zwei Jahren Bauzeit wurden eine 17-klassige Ganztagsvolksschule und ein 12-gruppiger Kindergarten unter einem Dach errichtet.

Insgesamt 800 Schul- und Kindergartenkinder wird der sechste Bildungscampus Wiens künftig beherbergen.


Erster "Campus plus"

Mann bei Gerüst mit Rutsche und Schild mit Aufschrift "Offen für Bildung"

Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky am neuen Campus

Der Bildungscampus Attemsgasse ist ein sogenannter "Campus plus", eine Weiterentwicklung des bisherigen Campus-Modells.

Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky: "Das heißt, dass hier jeweils vier Schulklassen und zwei Kindergartengruppen auf einer Ebene räumlich zusammengefasst sind. Kinder unterschiedlichen Alters können hier miteinander lernen, spielen, an Projekten arbeiten und den Tag verbringen. In der Attemsgasse wird der Campus für alle Kinder zum großen gemeinsamen Erlebnis."

Am neuen Campus sind in den Obergeschoßen vier sogenannte "Bildungsbereiche" für jeweils bis zu 175 Kinder untergebracht. Ein Bildungsbereich setzt sich aus zwei Kindergartengruppen, vier Volksschulklassen und einer Sondergruppe beziehungsweise -klasse (Vorschule, heilpädagogische Gruppe oder basale Klasse) zusammen.

Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy: "Gute Ausbildung ist ein Garant für Arbeit und eine funktionierende Wirtschaft. Gemeinsam mit der Stadt Wien sorgen wir dafür, dass unsere Kinder von Beginn an die beste Ausbildung mit auf den Weg bekommen. Mit über elf Millionen Euro des Gesamtbudgets unterstreicht der Bezirk diese elementare Rolle der Bildung."

Begrüntes Dach und flexible Räume

Für den neuen Bildungscampus wurde ein EU-weiter Architekturwettbewerb durchgeführt, aus dem das Wiener Büro Querkraft Architekten als Sieger hervorging. Der Entwurf bildet einen klaren, städtebaulichen Abschluss zur Attemsgasse. Mit der Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes entstehen im Osten ein großzügiger, geschützter Freiraum und ein Sportbereich. Der Turnsaal befindet sich im Garten und ist zur Hälfte versenkt. Er ist unterirdisch mit dem Hauptgebäude verbunden. Das begrünte Dach des Turnsaals kann als Freiraum und Tribüne für Zuschauerinnen und Zuschauer genutzt werden. Die Freiflächen im Osten sind über Außentreppen von den Klassen- und Kindergartenräumen auf kurzem Weg erreichbar.

Außerhalb der Bildungsbereiche in den Obergeschoßen sind im Erdgeschoß drei Kleinkindergruppenräume, ein Therapiebereich und zwei Förderklassen vorgesehen. Sie sind direkt zum Garten orientiert. Auch ein Standort der Musikschule Donaustadt wird am Bildungscampus untergebracht.

Wesentlicher Bestandteil des Projektes ist eine flexible Raumnutzung. In jedem einzelnen Bildungsbereich können mit geringem Aufwand individuelle Räume eingerichtet werden und für einen bestimmten Zeitraum an die pädagogischen Erfordernisse angepasst werden. Das wird durch ein Raumgerüst mit Füllungen ermöglicht.

Das Gebäude wurde als PPP-Modell von der Gesiba realisiert.

14 Campus-Standorte bis 2023 fertig

Wien hat derzeit fünf Bildungscampus-Standorte (Monte Laa in Favoriten, Gertrude Fröhlich-Sandner in der Leopoldstadt, Donaufeld in Floridsdorf, Sonnwendviertel in Favoriten und den Campus Seestadt in Aspern), sechs weitere sind derzeit in Bau beziehungsweise Planung (Attemsgasse, Berresgasse, Nordbahnhof, Aron Meczer, Aspern Nord und Atzgersdorf).

Darüber hinaus sind weitere drei neue Bildungsbauten in den Gebieten Inner-Favoriten (Landgutgasse), Gasometerumfeld in Wien-Simmering (Rappachgasse) und West Wien (Deutschordenstraße) vorgesehen. Alle diese Projekte sollen bis zum Jahr 2023 realisiert werden.

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