Wien plant "Bildungs-Grätzln"

Als Ergänzung zu den bestehenden und geplanten Campus-Schulen entstehen in Wien "Bildungs-Grätzln", in denen bestehende Bildungsstrukturen - speziell in dicht verbauten Gebieten - besser vernetzt werden.

Schulkinder sitzen in einer Klasse

Durch Kooperationen von Kindergärten, Volksschulen und Neuen Mittelschulen (NMS), die in eigenen Gebäuden, aber in räumlicher Nähe zueinander untergebracht sind, können die Schülerinnen und Schüler von dem besseren Angebot profitieren. Zugleich werden auch Verwaltungskosten eingespart.

An rund 90 Standorten in Wien liegen eine Volksschule und eine NMS nahe beisammen, an 20 Standorten ist auch ein städtischer Kindergarten in der Nähe.

Die Grätzl-Schulen sollen auch mit anderen Institutionen vor Ort zusammenarbeiten, beispielsweise Hallenbädern, Büchereien und Volkshochschulen.

Pilotprojekt im 20. Bezirk

Ein erstes Pilotprojekt soll im Grätzl Spielmanngasse und Dietmayergasse im 20. Bezirk umgesetzt werden. Hier werden neu geschaffene Klassen der Neuen Mittelschule direkt an die beiden bestehenden Volksschulen angedockt. Schülerinnen und Schüler lernen so künftig von sechs bis 14 Jahren durchgängig an einem Bildungsstandort.

Beispiel Spanisch-Kurse im "Bildungsgrätzl Schönbrunn"

Bereits jetzt können Kinder im "Bildungsgrätzl Schönbrunn" im 15. Bezirk ab dem Kindergarten bis zur Matura durchgängig Spanisch-Kurse belegen. Möglich wurde dies durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kindergarten in der Dadlergasse, der Ganztagsvolksschule Reichsapfelgasse, der Wiener Mittelschule Kauergasse und des Oberstufenrealgymnasiums am Henriettenplatz.

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