Aufwertung des Kreuzgassenviertels

Das Gebiet zwischen Währinger Gürtel und Lacknergasse rund um den Johann-Nepomuk-Vogl-Platz soll attraktiver werden – für Bewohnerinnen und Bewohner, Geschäftstreibende und die Marktkundschaft. Am 18. Juni wurden vor Ort Pläne präsentiert, wie der Platz künftig aussehen soll.

Da tut sich was am Johann-Nepomuk-Vogl-Platz

Eröffnung des KUNST.FEST.WÄHRING am Vogl-Platz

Obwohl der Johann-Nepomuk-Vogl-Platz im Herzen des Grätzls mit seinen Nahversorgungs- und Freizeitmöglichkeiten einen optimalen Treffpunkt für Jung und Alt darstellt, lädt das bisherige Erscheinungsbild kaum zum Verweilen ein. Deswegen wird bereits seit über zwei Jahren die Gestaltung des Platzes mit Anrainerinnen und Anrainern, Marktstandlerinnen und Marktstandlern sowie Organisationen im Umfeld diskutiert. Ein Planungsbüro hat die gesammelten Informationen ausgewertet und daraus einen Vorschlag erarbeitet, wie der Platz künftig aussehen soll.

Infoveranstaltung

Am 18. Juni wurden die ausgearbeiteten Gestaltungsvorschläge den Anrainerinnen und Anrainern vorgestellt. Expertinnen und Experten der Fachdienststellen, das Büro Karl Grimm Landschaftsarchitekten, die Gebietsbetreuung Stadterneuerung, Bezirksvorsteherin Silvia Nossek und zahlreiche Bezirkspolitikerinnen und Bezirkspolitiker haben die Pläne am Johann-Nepomuk-Vogl-Platz präsentiert. Das Interesse bei den Anrainerinnen und Anrainer war sehr groß. Viele haben die Chance genutzt, Einsicht in die Pläne zu nehmen und detaillierte Informationen von den Fachleuten zu erhalten. Es gab positives, aber auch konstruktives Feedback, das nun von den Fachdienststellen geprüft wird. Die tatsächliche Entscheidung über die Umgestaltung muss politisch gefällt werden.

Mitreden am KIOSK

Die Gestaltung des Johann-Nepomuk-Vogl-Platzes wird bereits seit Längerem geplant. Im Herbst 2016 wurde ein ehemaliger Marktstand am Platz zum Treffpunkt im Grätzl rund um die Schumanngasse in Hernals und die Kreuzgasse in Währing. Im Projekt KIOSK, das die Gebietsbetreuung Stadterneuerung im Auftrag der beiden Bezirke betreute, konnten alle mitreden und an der Neugestaltung des Stadtteils mitwirken. Die Resonanz von Bewohnerinnen und Bewohnern, Geschäftsleuten und Initiativen auf die Einladung zur Beteiligung war stark. Sie zeigten großes Interesse, Neugier und Einsatzbereitschaft, sich einzubringen. Insgesamt konnte die Gebietsbetreuung Stadterneuerung 301 Anregungen für die Attraktivierung des Viertels sammeln.

Mehr Zusammenkommen am Platz

Seit dem Projekt KIOSK gibt es jedes Jahr vielfältige Aktivitäten am Johann-Nepomuk-Vogl-Platz. Den Auftakt machte die Pflanzentauschbörse, die immer noch sehr gut von der Nachbarschaft angenommen wird. Im Frühjahr 2018 folgten zwei Installationen der Stadtinitiative space and place und die Eröffnung des KUNST.FEST.WÄHRING. Einen Monat lang gab es verschiedene Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Literatur, Theater, Performance und Musik. Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung hat im Mai 2019 ein Marktfrühstück organisiert und zudem in Kooperation mit dem Marktservice (MA 59) ein Open-Air Kino im Sommer etabliert. 2019 gibt es darüber hinaus über die Sommermonate einen Gemeinschaftsgarten am Platz. Die Hochbeete werden im Rahmen des Caritas-Projektes "Vor dem Haus ein Garten" betreut.

Auf gute Nachbarschaft

In der Vinzenzgasse, wo sich einst das "Haus der Barmherzigkeit" befand, soll in den nächsten Jahren wieder ein Ort der Begegnung und des Austauschs für Währing entstehen. Neben den Pflege- und Übergangswohnmöglichkeiten sollen auch Büroräume für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas sowie Mietwohnungen im Haus eingerichtet werden. Auf dem Areal möchte man Arbeiten, Wohnen und Zusammenleben mit der Nachbarschaft verbinden. Das Highlight wird die Gemeinschaftszone im Erdgeschoss mit Kantine und Café.

Die Umgebung des Platzes wird darüber hinaus immer grüner. Im Herbst 2018 wurden entlang der Kreuzgasse zwischen Klostergasse und Lacknergasse vier neue Pflanzenbeete errichtet, die im Mai 2019 bepflanzt wurden.

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