Johann-Nepomuk-Vogl-Platz wird neu gestaltet

Der Johann-Nepomuk-Vogl-Platz, das Zentrum des Kreuzgassenviertels, wird 2020 neu gestaltet. Nach einem intensiven Planungs- und Beteiligungsprozess und der Zusage für eine EU-Förderung startet der Umbau Mitte März. Während der Arbeiten bis Mitte August bleibt der Markt durchgängig geöffnet.

Szene auf einem Platz mit Bäumen, Sitzbänken und Menschen, die plaudern, gehen und spielen

Am Johann-Nepomuk-Vogl-Platz wird es künftig mehr Freiraum zum Bummeln, Spielen, Verweilen und Plaudern geben.

Der Johann-Nepomuk-Vogl-Platz ist ein beliebter Treffpunkt für Alt und Jung im Herzen des Grätzls. Der Markt hat sich in den letzten Jahren großartig entwickelt, nicht zuletzt aufgrund des Engagements seiner Standlerinnen und Standler. Allerdings lädt das bisherige Erscheinungsbild des Platzes nicht wirklich zum Verweilen ein.

Nach einem langen und intensiven Beteiligungs- und Planungsprozess wird die Neugestaltung des Johann-Nepomuk-Vogl-Platzes und der angrenzenden Umgebung im Jahr 2020 umgesetzt - mit einstimmigem Beschluss der Bezirksvertretung und mit finanzieller Unterstützung durch eine EU-Förderung und die Stadt Wien.

Für die Marktstandlerinnen und -standler wird die Zeit des Umbaus nicht einfach. Mit Unterstützung der Währingerinnen und Währinger werden sie aber die große Herausforderung durch die Baustelle gut bewältigen.

Umbau 2020 - Details

Die Umbauarbeiten dauern von Mitte März bis Mitte August 2020.

Neugestaltung des Platz-Innenraums

Der Platz wird zu einem attraktiven Aufenthaltsort für möglichst viele umgestaltet und wird künftig in voller Größe nutzbar sein.

Wichtigste Elemente der Neugestaltung im Platz-Innenraum:

  • Die Nutzfläche des Platzes wird vergrößert.
  • Dazu werden die Altstoffsammelstelle und die WC-Anlage an den Rand verlegt.
  • Zusätzliche Bäume und Pflanzen an den Rückseiten der Markstände sorgen für mehr Grün.
  • Die Spielgeräte am Kinderspielplatz werden erneuert.
  • Ein Wasserspiel sorgt für Spaß und Abkühlung bei Hitze.
  • Der schon jetzt gut genutzte Tischtennistisch wird durch einen zweiten ergänzt.
  • Dazu kommen ein Bücherschrank und neue Sitzgelegenheiten.
  • An der Seite zur Teschnergasse werden alle Voraussetzungen für einen Wochenmarkt geschaffen, damit der Markt in Zukunft noch lebendiger wird.

Innovative Bewässerung der Pflanzen - Schwammstadt-Prinzip

Zur Bewässerung der Pflanzen wird eine besondere Innovation unter dem Platz errichtet: Der Wurzelraum unter den neuen Bäumen wird nach dem "Schwammstadt"-Prinzip gestaltet. Unter der befestigten Oberfläche wird eine Schicht aus grobkörnigem Schotter sowie feineren, wasserspeichernden Materialien angelegt. Das gesamte Oberflächenwasser des Platzes, das Wasser des Wasserspiels sowie die Dachflächen-Wässer der Marktstände werden nicht in den Kanal, sondern in diesen Rückhaltebereich geleitet und dort gespeichert. Die Bäume können sich aus dem gespeicherten Regenwasser über längere Zeit gut versorgen – vor allem während sommerlicher Hitzeperioden. Gleichzeitig wird das umliegende Kanalsystem entlastet, bei Starkregenereignissen werden Überflutungen verhindert. Der Johann-Nepomuk-Vogl-Platz ist einer der ersten Orte in Wien, wo dieses ressourcenschonende Prinzip ausprobiert wird.

Neue Straßenbahn-Haltestelle und Begrünung der Umgebung

Auch die Umgebung des Marktes wird aufgewertet:

  • In der Teschnergasse werden 6 neue Bäume gepflanzt. Die Grünverbindung von Elterleinplatz über Kalvarienberggasse und Teschnergasse in Richtung Schubertpark wird dadurch weiter komplettiert.
  • Eine neue Haltestelle der Linie 42 beim Vogl-Platz bringt eine direkte Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Das ist ein Riesenvorteil für den Markt und für alle Menschen, die hier und in der unmittelbaren Umgebung einkaufen. Um die Abstände zwischen den Haltestellen Richtung Gürtel anzupassen, wird die Station Hildebrandgasse zur Eduardgasse verlegt.

Gemeinschaftlicher Planungsprozess

Straßenszene mit Menschen vor einem Platz mit Bäumen, Marktständen und einer Straßenbahnstation

Rund um den Platz wird es mehr Grünraum und eine neue Straßenbahnstation geben.

Die Neugestaltung des Johann-Nepomuk-Vogl-Platzes begann bereits 2016. Im Projekt KIOSK, das die Gebietsbetreuung Stadterneuerung betreute, konnten alle mitreden und ihre Ideen und Wünsche für das Kreuzgassenviertel einbringen.

Das Interesse von Bewohnerinnen und Bewohnern, Geschäftsleuten und Initiativen war groß. Die Gebietsbetreuung sammelte über 300 Anregungen für die Verbesserung des Platzes und des Viertels rundherum. Diese Anregungen flossen in den Planungsprozess ein. Seither fanden am Markt vielfältige Events statt: etwa die Pflanzentauschbörse, Veranstaltungen des Kunstfestes, ein Micro-Soccer-Turnier, eine Open-Air-Kino und das Public-Viewing der Fußball-WM 2018.

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