Der neue Schulvorplatz vor der Bunten Schule

Nach mehreren partizipativen Planungsschritten und intensiver gemeinsamer Diskussion wurde der Schulvorplatz vor der Bunten Schule in der Schulgasse 57 neu gestaltet und feierlich eröffnet.

Kinder und Erwachsene schneiden ein Band durch

Vbgmin Maria Vassilakou und BVin Silvia Nossek eröffneten gemeinsam mit den Kindern den neuen Schulvorplatz.

Bei strahlendem Sonnenschein eröffneten im März 2019 Stadträtin Maria Vassilakou, Bezirksvorsteherin Silvia Nossek, Direktorin Isabella Kirchmayr und die Schülerinnen und Schüler der Bunten Schule symbolisch den neuen Vorplatz. Es wurde gesungen, getanzt und gespielt.

Der autofreie Schulvorplatz bringt mehr Sicherheit und mehr Platz für die Kinder der Volksschule und die Kinder, die im Park spielen, sowie für alle Menschen in der Nachbarschaft.

Was hat sich verbessert?

Der Bereich vor der Bunten Schule wurde autofrei gestaltet. Neue Sitzmöbel und Aufenthaltsflächen aus Holz wurden aufgestellt und laden zum Verweilen ein. Auch ein junger Baum neben dem Schuleingang wurde gepflanzt.

Der oberste Bereich des Schubertparks wurde mit Podesten und Balancierbalken ausgestattet. Auf diesem Platz können die Kinder nun spielen und turnen. Zudem kann er als Freiluftklasse genutzt werden. Die Wegeführung von der Weimarer Straße durch den Park und über die Schulgasse wurde wesentlich verbessert. Darüber hinaus hat sich eine Gruppe von Anrainerinnen und Anrainern zusammengefunden, die einen Gemeinschaftsgarten im Schubertpark betreuen.

Verkehrsorganisation

Die Elternhaltestellen in der Schulgasse und die Sackgasse vor der Schule werden auf einem Verkehrsplan dargestellt

In der Schulgasse gibt es nun zwei "Eltern-Haltestellen", vor der Schule wurde eine Sackgasse eingerichtet.

Die Schulgasse ist zwischen Leitermayergasse und Teschnergasse im Bereich vor der Schule als autofreier Schulvorplatz gestaltet. Die zweite Hälfte des Blocks ist eine Sackgasse und als Wohnstraße verordnet. Damit gibt es dort weiterhin Parkplätze. Zu-Fuß-Gehen auf der Straße und die Durchfahrt mit dem Fahrrad sind erlaubt. Die Wohnstraße Leitermayergasse wurde aufgehoben und die Einbahn von der Schulgasse zur Schopenhauerstraße geführt. Für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, gibt es bei der Abt-Karl-Gasse und der Teschnergasse je eine "Eltern-Haltestelle". Von dort können die Kinder den Rest des Wegs sicher zu Fuß in die Schule gehen.

Zur Vorgeschichte

Schon seit vielen Jahren bemühten sich die Direktorin und die Eltern um eine verkehrsberuhigte Umgestaltung des Platzes vor der Bunten Schule in der Schulgasse 57. Weil es in der Volksschule keine geeigneten Freiräume gibt, sind die Kinder fast täglich im angrenzenden Schubertpark. Für die Nachmittagsbetreuung und teilweise auch für den regulären Unterricht wird der angrenzende Park mitbenützt. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Bunten Schule, sondern auch jene des Gymnasiums Schopenhauerstraße und der Volksschule De La Salle in der Schopenhauerstraße 44 nutzen den Park regelmäßig. In den Sommerferien ist er für viele Kinder der Umgebung die wichtigste Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeit.

Die Projektidee

Die Schulgasse ist zwar eine wenig befahrene Straße, doch sie ist breit und Autofahrende sind daher eher schnell unterwegs. Es gibt in Währing schon 4 Schulen mit einem autofreien Schulvorplatz: Die Beispiele Klettenhofergasse, Klostergasse und Bischof-Faber-Platz zeigen, dass insbesondere in unmittelbarer Nachbarschaft eines Parks die autofreie Gestaltung des Straßenbereichs vor der Schule naheliegt.

Ob so eine Idee auf Interesse stößt, ob sie von der Mehrheit der Betroffenen für gut befunden wird, welche Ideen es für die Gestaltung gibt und worauf dabei zu achten ist – all das galt es herauszufinden. Daher wurde im Auftrag von Bezirksvorsteherin Silvia Nossek 2017 ein partizipatives Planungsverfahren gestartet.

Der Planungsprozess

Personen diskutieren in der Bezirksvorstehung

Die Präsentation des Vorentwurfs stieß auf großes Interesse.

Ende Juni 2017 begann mit der Aktion "Spielstraße" die partizipative Planung des Schulvorplatzes. Daran anschließend wurden Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Gewerbetreibenden und lokalen Akteuren geführt. Ende September konnten 2 Varianten für die Gestaltung direkt auf der Straße erprobt werden. Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen wurde die Möglichkeit geboten, unmittelbar zu erleben, in welche Richtungen die Gestaltung gehen kann und wie sich der Straßenraum dadurch verändert.

Die Rückmeldungen flossen in einen Vorentwurf ein, der im November 2017 in der Bezirksvorstehung eine Woche lang öffentlich präsentiert wurde. Mehr als 130 Personen nutzten die Möglichkeit, sich tagsüber zu informieren und den Vorentwurf zu kommentieren. An 2 Abenden wurde mit Bezirksvorsteherin Nossek, den Fachdienststellen und dem Projektbüro intensiv diskutiert.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Bezirksvorstehung Währing
Kontaktformular