Partizipative Planung eines Schulvorplatzes in Währing

Die ergebnisoffene Planung des Schulvorplatzes der "Bunten Schule" in Währing soll von der Schule und der umliegenden Nachbarschaft gemeinsam getragen werden.

Die Bunte Schule, Währing und der Schubertpark

Das Bild zeigt den Zebrastreifen vom Schubertpark in Richtung Schule in der Schulgasse

Die Bunte Schule liegt in Währing in der Schulgasse 57. Die Schulgasse wiederum grenzt an den Schubertpark. Die Kinder der Volksschule sind fast täglich im Park. Und nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Bunten Schule, sondern auch jene des Gymnasiums Schopenhauerstraße 49 und der Volksschule De La Salle in der Schopenhauerstraße 44 nutzen den Park regelmäßig. In unmittelbarer Umgebung gibt es nur wenig Grün und der Schubertpark, in dem einst neben Schubert auch Beethoven, Nestroy und Grillparzer begraben waren, ist heute ein beliebter Treffpunkt der Nachbarschaft.

Übergang von der Schule zum Park

Das Bild zeigt den Schubertpark, Eingang in der Schulgasse

Ausgangspunkt des Projekts war der Übergang vom Park zu den drei naheliegenden Schulen: Dieser ist derzeit schlecht gelöst und so lag es auf der Hand, darüber nachzudenken, wie die Situation für die Kinder und Jugendlichen sicherer gestaltet werden kann. Schnell war klar: Von kleineren Lösungen zur Verkehrsberuhigung bis zur mutigen Lösung, die Straße ohne Autoverkehr zu gestalten und den Schubertpark in Richtung Schule zu vergrößern, ist an diesem Ort viel möglich. Für eine gute Entscheidung braucht es in so einer Situation die Einbindung aller Beteiligten: Wofür würden die Kinder und Jugendlichen und andere Parkbesucherinnen und Parkbesucher den neuen Freiraum nutzen? Welche Möglichkeiten würde der zusätzliche Platz den Schulen eröffnen? Was wollen die Menschen in der Nachbarschaft? Und so hat Bezirksvorsteherin Silvia Nossek nach einem entsprechenden Verfahren gesucht.

Partizipative Planung startet ergebnisoffen

In Gesprächen mit der Stadt Wien entstand der Gedanke, eine partizipative Planung zu starten. Partizipative Planung bedeutet, dass zuerst mit den Menschen geredet wird und erst danach die konkrete Planung erfolgt.

Bezirksvorsteherin Mag.a Silvia Nossek erklärt:

Wir werden Kinder und Jugendliche, Nachbarinnen und Nachbarn sowie die Betreiberinnen und Betreiber der kleinen Geschäfte und Lokale im Umfeld der Schule ermuntern, als Expertinnen und Experten vor Ort ihr Wissen einzubringen. Wir werden alle Vorschläge aufnehmen und erst danach wird es einen Entwurf geben, wie der Platz vor der Schule aussehen könnte. Dieser Entwurf wird dann nochmals mit allen Beteiligten besprochen.

Derzeit ist noch alles offen: die Gestaltung vor der Schule und die damit verbundene Verkehrslösung ebenso wie die Verbindung zum Park. Wichtig ist vor allem eines: Das Ergebnis soll von der Schule und der umliegenden Nachbarschaft gemeinsam getragen werden.

Wie es sein könnte

Kinder spielen auf der gesperrten Straße

Um erste Ideen und Eindrücke zu sammeln, wie es sein könnte, wurde die Schulgasse zwischen Leitermayergasse und Teschnergasse am 28. Juni 2017 zur Spielstraße.


Wie die partizipative Planung weitergeht

  • Juli bis September: Persönliche Gespräche mit Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Parknutzerinnen und Parkbenutzern, Lokalbetreiberinnen und Lokalbetreibern sowie Geschäftsleuten
  • September: Analyse des Schulumfeldes und Ausloten der Potenziale; zweite Bespielung des Schulvorplatzes basierend auf den Ergebnissen der Gespräche
  • Oktober: Zusammenführen der technischen Erkenntnisse mit den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer zu ersten Planentwürfen
  • November: Öffentliches Vorstellen der Planentwürfe und Einholung von Rückmeldungen
  • Dezember: Fertigstellen der technischen Planung und Vorbereitung der baulichen Umsetzung

Falls alles wie geplant läuft, kann nächstes Jahr im Sommer umgebaut werden. Zu Schulbeginn im Herbst 2018 könnten sich die Schülerinnen und Schüler und die umliegende Nachbarschaft über einen sicheren Schulweg, einen neu gestalteten Schulvorplatz und vielleicht sogar über eine Vergrößerung des Parks in Richtung Schulgasse freuen.

Für die partizipative Planung wurde das mit ähnlichen Prozessen erfahrene Planungsbüro zwoPK beauftragt.

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