Der neue Schulvorplatz vor der Bunten Schule

Nach intensiver gemeinsamer Diskussion und mehreren partizipativen Planungsschritten wird der Schulvorplatz vor der Bunten Schule in der Schulgasse 57 in Währing neu gestaltet. Der Umbau findet in den Sommerferien statt. Einem entspannten Schulbeginn steht damit nichts mehr im Weg.

Grafische Darstellung vom neuen Schulvorplatz in der Schulgasse

Für den neuen Schulvorplatz wird der gesamte Bereich vor der Bunten Schule neu gestaltet: Es wird neue Sitzmöbel und Aufenthaltsflächen aus Holz, einen jungen Baum neben dem Schuleingang und einen offenen Zugang zum Park geben. Lernen und Spielen, Lesen und Plaudern – alles wird mit Beginn des neuen Schuljahrs entspannt möglich sein.


Was verbessert sich im Schubertpark?

Der oberste Bereich des Schubertparks, derzeit eine strauchbewachsene Böschung, wird mit Podesten und Balancierbalken ausgestattet und so spielerisch wie auch als Freiluftklasse nutzbar. Die Wegeführung von der Weimarer Straße durch den Park und über die Schulgasse wird wesentlich verbessert. Gleichzeitig gibt es für die umliegende Nachbarschaft die Möglichkeit, einen Gemeinschaftsgarten zu initiieren und zu betreuen. Jede Initiative ist willkommen.

Wie wird der Verkehr organisiert?

Die Elternhaltestellen und die Sackgasse werden auf einem Verkehrsplan dargestellt

Elternhaltestelle und Sackgasse sind am Plan ersichtlich

Die Schulgasse wird zwischen Leitermayergasse und Teschnergasse im Bereich vor der Schule als autofreier Schulvorplatz gestaltet. Die zweite Hälfte des Blocks wird eine Sackgasse und als Wohnstraße verordnet. Damit gibt es dort weiterhin Parkplätze, Zu-Fuß-Gehen auf der Straße sowie die Durchfahrt für den Radverkehr sind erlaubt. Die Wohnstraße Leitermayergasse wird aufgehoben und die Einbahn von der Schulgasse zur Schopenhauerstraße geführt. Für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, wird es bei der Abt-Karl-Gasse und der Teschnergasse je eine "Eltern-Haltestelle" geben. Von dort können die Kinder den Rest des Wegs sicher zu Fuß in die Schule gehen.

Der Umbau

Aufgrund der Schulsituation muss in der Ferienzeit umgebaut werden. Die Baustelle der MA 28 – Straßenverwaltung und Straßenbau überschneidet sich damit teilweise mit der Baustelle in der Währinger Straße. Alle Personen, die im Sommer mit dem Auto oder dem Fahrrad unterwegs sind, werden deshalb um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten: ab Mitte Juli ist die Schulgasse auf Höhe 57 nicht mehr passierbar. Die Ausweichrouten über die Kreuzgasse, die Zufahrten über die Martinstraße und die Vinzenzgasse bleiben aufrecht. Ab Mitte August können auch die Währinger Straße und die Gentzgasse wieder in beide Richtungen befahren werden.

Bezirksvorsteherin Silvia Nossek:

Auf Basis von Vorher-/Nachher-Verkehrszählungen in Schopenhauerstraße und Staudgasse wird die Verkehrssituation Anfang 2019 evaluiert. Sollte es wider Erwarten zu einer großen Steigerung des Verkehrsaufkommens kommen, kann mit einer Änderung der Einbahnregelungen oder ähnlichen Maßnahmen nachjustiert werden.

Zur Vorgeschichte

Schon seit vielen Jahren bemühten sich die Direktorin und die Eltern um eine verkehrsberuhigte Umgestaltung des Platzes vor der Bunten Schule in der Schulgasse 57. Weil es in der Volksschule keine geeigneten Freiräume gibt, sind die Kinder fast täglich im angrenzenden Schubertpark. Für die Nachmittagsbetreuung und teilweise auch für den regulären Unterricht wird der angrenzende Park mitbenützt. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Bunten Schule, sondern auch jene des Gymnasiums Schopenhauerstraße und der Volksschule De La Salle in der Schopenhauerstraße 44 nutzen den Park regelmäßig. In den Sommerferien ist er für viele Kinder der Umgebung die wichtigste Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeit.

Die Projektidee

Die Schulgasse ist zwar eine wenig befahrene Straße, doch ist sie breit und die Autofahrenden daher eher schnell unterwegs. Es gibt in Währing schon vier Schulen mit einem autofreien Schulvorplatz. Klettenhofergasse, Klostergasse und Bischof-Faber-Platz zeigen, dass insbesondere in unmittelbarer Nachbarschaft eines Parks die autofreie Gestaltung des Straßenbereichs vor der Schule naheliegt.

Ob so eine Idee auch auf Interesse stößt, ob sie von der Mehrheit der Betroffenen für gut befunden wird, welche Ideen es für die Gestaltung gibt und worauf dabei zu achten ist – all das galt es, im nächsten Schritt herauszufinden. Und so wurde im Auftrag von Bezirksvorsteherin Silvia Nossek ein partizipatives Planungsverfahren gestartet.

Der Planungsprozess

Personen diskutieren in der Bezirksvorstehung

Die Präsentation des Vorentwurfs stieß auf großes Interesse.

Ende Juni 2017 begann mit der Aktion "Spielstraße" die partizipative Planung des Schulvorplatzes. Daran anschließend wurden Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Gewerbetreibenden und lokalen Akteuren geführt. Ende September konnten zwei Varianten für die Gestaltung direkt auf der Straße erprobt werden. Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen wurde die Möglichkeit geboten, unmittelbar zu erleben, in welche Richtungen die Gestaltung gehen kann und wie sich der Straßenraum dadurch verändert.

Die Rückmeldungen flossen in einen Vorentwurf ein, der im November 2017 in der Bezirksvorstehung eine Woche lang öffentlich präsentiert wurde. Mehr als 130 Personen nutzten die Möglichkeit, sich tagsüber zu informieren und den Vorentwurf zu kommentieren. An zwei Abenden wurde mit Bezirksvorsteherin Nossek, den Fachdienststellen und dem Projektbüro intensiv diskutiert.

Ergebnisse der Diskussion

Grafische Zusammenfassung aller Akteure beim Schulvorplatz

Grafische Zusammenfassung aller Akteure beim Schulvorplatz

Die Auswertung aller Rückmeldungen zeigt relativ große Einigkeit bei den gestalterischen Maßnahmen, wie Hochbeete im Park, mehr Platz für die Kinder vor der Schule sowie einen besseren Weg in den Park. Kontrovers wurde diskutiert, ob die Schulgasse im Bereich der Schule autofrei gestaltet oder weiterhin dem Autoverkehr zur Verfügung stehen soll.


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